Aixtron
von Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Aixtron: Mit Schwung ins Minus

Der LED-Anlagenbauer veröffentlicht am Donnerstag seine Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2011. Anleger befürchten eine herbe Enttäuschung und schicken die Aktie am Montag auf Talfahrt.

Die Aktie von Aixtron verliert am Montag 5,9 Prozent an Wert und notiert bei 11,96 Euro auf dem niedrigsten Stand seit Mitte Februar. Vom Jahreshoch bei 14,16 Euro gerechnet beträgt der Rückgang 16 Prozent. Die Anleger blicken mit Sorge auf die für diesen Donnerstag zur Veröffentlichung anstehenden Q4- und Gesamtjahreszahlen des Maschinenbauers.

Massiver Geschäftseinbruch erwartet

Nach schwachen Zahlen von Cree, Veeco Instruments und zuletzt auch Rubicon Technology (Vorwoche), bereiten sich der Markt nun offenbar auf eine herbe Enttäuschung auch bei Aixtron vor.

Genährt wird das bearishe Sentiment durch eine Reihe negativer Analystenkommentare aus den Vorwochen. So titelte etwa Warburg Research Mitte Februar in einer  Studie: "Subventionen, ok - Bereiten Sie sich aber besser auf wirklich schlechte Nachrichten vor."

Malte Schaumann befürchtet ein "miserables Auftragsniveau" (WR-Prognose: 34 Mio. Euro) und, bedingt durch den starken Dollar, zudem weitere Verluste auf Hedgingpositionen.

Positive Aussagen, wie die von Hauck&Aufhäuser, verpuffen hingegen. H&A hatte das jüngst bekannt gewordene Subventionsprogramm für die LED-Industrie in China bullish kommentiert und das Kursziel für Aixtron auf 16 Euro angehoben.

Bank Berenberg hat am Montag seine Kaufempfehlung für Aixtron mit Kursziel 15 Euro ebenfalls erneuert.

Die Konsensschätzungen im Überblick:

Q4 2012:

Umsatz: 130,5 Mio. €

EBIT: 25,6 Mio. €

EPS (bereinigt): 0,19 €

Q1-Q4 2012:

Umsatz: 601,8 Mio. €

EBIT: 156 Mio. €

EPS (bereinigt): 1,09 €

(Quelle: Bloomberg)

Fazit: Die hohe Volatilität bei Aixtron dürfte die nächsten Tage anhalten. Anleger sollten einen kühlen Kopf bewahren und den Stop-Loss bei zehn Euro beachten.

| Florian Söllner | 0 Kommentare

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