Aixtron
- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Aixtron: Cree enttäuscht - Aufschwung beendet?

Die Aixtron-Aktie zählte in der letzten Woche zu den stärksten Titeln im TecDAX. Nun gerät der Aufschwung in Gefahr, nachdem der US-LED-Hersteller Cree am Vorabend mit seinen Q2-Zahlen die Erwartungen der Analysten verfehlt hat. Und damit nicht genug.

Die gestiegene Nachfrage nach LEDs bescherte dem US-Konzern Cree in seinem  zweiten Quartal 2011/12 einen Gewinn von 12,1 Millionen Dollar oder 0,10 Dollar je Aktie. Im Vorjahr betrug der Überschuss 49,8 Millionen Dollar. Der Umsatz kletterte hingegen um 18 Prozent auf 304 Millionen Dollar. Die schlechte Nachricht: Analysten hatten insbesondere beim Ergebnis mit einem deutlich höheren Wert gerechnet. Die Aktie von Cree geriet nach der Veröffentlichung im späten New Yorker Handel  massiv unter Druck. Im Sog des US-Konkurrenten geht es am Morgen für Aixtron ebenfalls nach unten.

Schwacher Ausblick

Cree büßte nachbörslich 4,6 Prozent an Wert ein. Für zusätzlichen Verkaufsdruck sorgten Aussagen von Firmenchef Chuck Swoboda, der für den aktuellen Zeitraum ein EPS von 0,18 bis 0,25 Dollar prognostiziert und einen Umsatz von 310 Millionen Dollar. Beide Werte liegen deutlich unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen. 

Aixtron unter Druck

Die negativen Vorgaben aus Übersee setzen Aixtron bereits im vorbörslichen Handel zu. Bei Tradegate wird das TecDAX-Papier rund 1,9 Prozent schwächer gehandelt bei 11,77 Euro. Am Dienstag war die Aktie in der Spitze bis auf zwölf Euro gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit Anfang November.

DER AKTIONÄR hält trotz der Cree-Meldung an seiner positiven Einschätzung für Aixtron fest. Solange die Aktie nicht unter die charttechnisch relevante Marke bei zehn Euro rutscht, besteht kein Handlungsbedarf.

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