Aixtron
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Aixtron: Chef geht, Aktie kippt ab

Nach den Querelen im Aufsichtsrat kehrt nun auch der Vorstandschef dem Spezialmaschinenbauer Aixtron den Rücken. Die Aktie rutscht nach anfänglichen Gewinnen auf die Position des größten Verlierers im TecDAX.

Erneut müssen sich Aixtron-Aktionäre Sorgen machen. Nachdem vor wenigen Wochen zwei Aufsichtsräte ihren Rücktritt erklärt hatten, geht nun auch der Vorstandschef des Spezialmaschinenbauers. Die Aktie hat daraufhin die Kursgewinne vom Morgen wieder komplett abgegeben und ins Minus gedreht. Die Bilanz kurz vor Xetra-Schluss: -2,6 Prozent.

Fähiger Nachfolger

Erst vor gut zwei Wochen sorgte bereits eine Personalie im Aufsichtsrat für Unmut unter den Anlegern. Dr. Holger Jürgense, der ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats und Karl-Herrmann Kuklies hatten ihre Ämter niedergelegt. Nun zieht auch der Vorstandschef nach. Paul Hyland werde den LED-Industrieausrüster am 28. Februar 2013 aus persönlichen Gründen verlassen, teilte Aixtron heute mit. Seine Nachfolge werde Martin Goetzeler antreten. Ein Analyst bezeichnete Goetzeler als sehr fähigen und erfolgreichen Manager in der Beleuchtungsindustrie. Goetzeler war zuvor langjähriger Vorstands-Chef der Siemens-Lichttochter Osram.

Verunsicherung groß

Die Häufung an Personalien bringt vor allem eines: Verunsicherung der Anleger. Das Chartbild der Aixtron-Aktie hat sich weiter eintrübt. Der Wert ist wieder in den Abwärtstrend zurückgefallen und dürfte diesen fortsetzen. Die letzte Bastion der Bullen ist das Tief bei 8,34 Euro. Die Schwäche bei der Aktie dürfte anhalten.

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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