Aixtron
- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Aixtron: Gestern hüh, heute hott

Bei kaum einem anderen deutschen Unternehmnen driften die Meinungen so weit auseinander wie bei Aixtron. Billigte ein Analyst der Aktie des TecDAX-Konzerns am Dienstag noch ein Kursziel von 24 Euro zu, so hält ein weiterer 12,50 Euro für angemessen.

Anleger, die gestern kurz vor Handelsschluss bei Aixtron eingestiegen sind, saßen kurz nach der heutigen Eröffnung bereits auf Verlusten von mehr als vier Prozent. Auslöser für den Kurssturz, von dem sich das Papier nur mühsam erholt - aktuell notiert Aixtron bei 15,15 Euro unverändert - war eine Studie von Morgan Stanley, in der der zuständige Analyst das Kursziel für den LED-Spezialisten auf 12,50 Euro abgehobelt hat.

Eine Frage der Perspektive

Francois Meunier bereiten vor allem die vorhandenen Überkapazitäten asiatischer LED-Produzenten Kopfschmerzen. Darüber hinaus wittert er einen zunehmenden Konkurrenzdruck und damit verbunden niedrigere Margen. Langfristig, so Meunier, sei er vom Potenzial der LED in der allgemeinen Beleuchtung aber überzeugt.

Die Aussagen des Morgan-Stanley-Mannes zur Situation bei Aixtron spiegeln damit in etwa das wider, was Tim Wunderlich von Hauck & Aufhäuser bereits am Vortag geschrieben hat: kurzfristig herausfordernd, mittel- bis langfristig aber mit sehr vielversprechenden Aussichten.

Anleger sollten sich durch die enorme Spanne bei den Kurszielen für Aixtron nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Probleme, mit denen sowohl LED-Hersteller als auch Maschinenbauer zu kämpfen haben, sind hinreichend bekannt und damit in den Schätzungen enthalten.

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