Lufthansa
- Thorsten Küfner - Redakteur

Air Berlin, Lufthansa und Ryanair: Wie Anleger jetzt handeln sollten

Die Luftfahrtbranche ist in Aufruhr: Im Zuge der Pleiten von Air Berlin, Alitalia und der britischen Monarch werden die Karten neu gemischt, was einige Fluglinien nutzen, um ihre Marktmacht zum Teil erheblich auszuweiten. DER AKTIONÄR verrät, auf welche Aktien Anleger in dieser heißen Phase jetzt setzen sollten.

Air Berlin: Anteile sind praktisch wertlos
Bei der Aktie von Air Berlin hält DER AKTIONÄR an seiner mittlerweile seit knapp fünf Jahren bestehenden Verkaufsempfehlung fest. Das Unternehmen ist insolvent und die Zahlungen von Lufthansa und Easyjet werden nicht einmal ansatzweise ausreichen, um die enorm hohen Schulden der Airline zu tilgen. Für die Anteilseigner bleibt deshalb natürlich erst recht nichts übrig. Anleger sollten die Aktie daher weiterhin nicht einmal mit der Kneifzange anfassen. Wer noch Papiere besitzt, sollte sie verkaufen oder eben auf ein Wunder hoffen…

Lufthansa im Höhenflug
Ganz anders sieht es nun natürlich bei der Lufthansa aus. Der deutsche Marktführer weitet seinn Macht noch weiter aus und profitiert zudem von einer derzeit starken Nachfrage und anhaltend robusten Preisen in vielen für den DAX-Konzern wichtigen Märkten in Europa, Asien und Amerika. Die Aktie hat nun ein weiteres Kaufsignal generiert und strebt in Richtung des bisherigen Allzeithochs vom 08.07.1998 (!). Mutige Anleger können hier weiter zugreifen. Mehr zur Aktie der Lufthansa erfahren Sie in der neuen Titelstory „Der große DAX-Check“ der aktuellen Ausgabe 43/2017.

Ryanair: Ein heißes Eisen
Noch etwas mehr Mut sollten aktuell Anleger mitbringen, die auf Ryanair setzen. Der über Jahre hinweg erfolgreiche Billigflieger ist zuletzt durch die Streichung von tausenden Flügen in die Kritik geraten, das zuvor noch sehr aussichtsreiche Chartbild trübte sich deutlich ein. Ryanair begründete die Streichungen mit Fehlern in der Planung. Experten halten es aber auch für möglich, dass die Iren sich damit freie Kapazitäten schaffen wollen für den Fall, dass im Zuge der diversen Airline-Pleiten attraktive Slots (Start- und Landerechte) an begehrten Flughäfen frei werden. Diese könnte Ryanair dann sofort nutzen und sie sich damit für die Zukunft sichern, wodurch das ohnehin schon beeindruckende Wachstum der vergangenen Jahre weiter forciert werden könnte.

Noch nicht investierte Anleger sollten vor einem Einstieg nun eine Bodenbildung im Chart abwarten. Hierfür sollte die Marke von 15,79 Euro nicht unterschritten werden. Wer die Ryanair-Aktie bereits im Depot hat, kann weiterhin an Bord bleiben (Stopp: 14,30 Euro).

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