Adidas
- Andreas Deutsch - Redakteur

Adidas vs. Under Armour: Jetzt muss Mr. Großkotz liefern

Heute wird es ernst für Aktionäre des Adidas-Konkurrenten Under Armour. Der Sportartikelhersteller präsentiert seine Zahlen für das dritte Quartal. Die Börse erwartet von Under-Armour-Chef Kevin Plank ein hohes Wachstum.

0,25 Dollar Gewinn je Aktie und Erlöse von 1,45 Milliarden Dollar – das sind die Erwartungen der Wall Street an Under Armour für das dritte Quartal. Beim EBIT rechnen die Experten mit 185 Millionen Dollar. Der Gewinn pro Anteilschein soll demnach um 10,2 Prozent zulegen, der Umsatz um 23 Prozent. Beim EBIT erwartet der Markt eine Steigerung von zehn Prozent.

Bei Under Armour schaut der Markt immer sehr genau hin, schließlich ist Under-Armour-Chef Kevin Plank mit dem Anspruch angetreten, den Sportmarkt von aufzumischen. Adidas nannte er einst den „dümmsten Wettbewerber“. Plank zu Bloomberg Television: „Immer mehr Geld zu investieren ist keine Strategie. Adidas verfolgt das alte Modell.“

Längst schlägt Adidas Under Armour an der Börse um Längen. Von Plank hat man länger nichts mehr gehört. Vielleicht wird er nach positiven Zahlen von Under Armour wieder lauter.

125 oder 175 Euro – was ist die Aktie wirklich wert?

Wie es mit der Adidas-Aktie weitergeht, darüber scheiden sich die Geister. Die australische Investmentbank Macquarie hat die Einstufung der Aktie auf „Outperformer“ mit einem Kursziel von 175 Euro belassen. Analyst Andreas Inderst rechnet mit einem guten dritten Quartal.

Die US-Bank JPMorgan stuft die Aktie weiterhin mit „Neutral“ ein, hat das Kursziel aber von 118 auf 125 Euro angehoben. Das dritte Quartal sollte die solide Umsatzdynamik der vergangenen Quartale bestätigen, schrieb Analystin Chiara Battistini in ihrer Studie. Die Bruttomarge stehe aber unter Währungs- und Kostendruck. Die Expertin rechnet mit einem Umsatz von 5,36 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis (Ebit) von 560 Millionen Euro.

Auf Adidas setzen

Unter den Sportartikelherstellern ist derzeit die Adidas-Aktie klarer Favorit. Under Armour und Nike sind nicht mehr als Halte-Positionen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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