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- Werner Sperber - Redakteur

Adidas und Apple im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Das Zertifikatejournal steht trotz der Probleme von Reebok zu Adidas und stellt ein passendes Derivat vor. Die Börse am Sonntag staunt über Apple und stellt drei Derivate vor. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zertifikatejournals erinnern an die rund 3,1 Milliarden Euro, die Adidas im Jahr 2005 für den heruntergewirtschafteten US-Wettbewerber Reebok bezahlt hat. Seither bemüht sich der deutsche Sportartikel-Konzern eher erfolglos, Reebok wieder erfolgreich zu machen. Aktuell sind die Umsätze aus dem Segment American Football eingebrochen. Nun soll die Tochterfirma wie der Mutterkonzern strukturiert werden, was die Effizienz und die Gewinnspannen bereits ab dem nächsten Jahr steigern soll. Bis zum Jahr 2015 soll die Bruttomarge so von derzeit 35 auf dann 40 Prozent erhöht werden. Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender von Adidas, senkte deshalb jüngst die Umsatz-Prognose bis zum Jahr 2015. Statt drei Milliarden Euro soll Reebok nur zwei Milliarden schaffen. Allerdings bestätigte Hainer die Prognosen für den Gesamtkonzern, wonach im Jahr 2015 rund 17 Milliarden Euro erlöst und elf Prozent vor Zinsen und Steuern (EBIT) verdient werden sollen. Zudem bestätigte Hainer auch die jüngst angehobenen Ziele für das laufende Jahr. Demnach soll der Umsatz währungsbereinigt um zehn Prozent zulegen und das EBIT prozentual zweistellig auf 770 bis 785 Millionen Euro. Die EBIT-Marge würde so zirka acht Prozent erreichen. Diese generell gute geschäftliche Verfassung des Gesamtkonzerns spiegelt sich auch im Kursverlauf wieder: Seit Jahresbeginn verteuerte sich der Titel um mehr als 29 Prozent und erreichte zwischenzeitlich ein Rekordhoch bei 65,76 Euro. Damit schneidet die Notierung der Aktie besser ab als der DAX. Sehr risikobereite Anleger sollten deshalb den am 21. Dezember 2012 fälligen Discount-Call-Optionsschein (WKN BP2 GBZ) der BNP Paribas Emissions- und Handelsgesellschaft mbH auf Adidas kaufen. Wenn die Aktie am Laufzeitende 65 Euro oder mehr kostet, werden fünf Euro zurückbezahlt. Das entspricht einer Rendite von 46 Prozent beziehungsweise 207 Prozent auf ein Jahr gerechnet. Kostet die Aktie allerdings weniger als der Basispreis von 60 Euro, verfällt der Schein wertlos. 


Die Börse am Sonntag: Rekord-Apple 

Niemals zuvor hatte eine börsennotierte Firma 117 Milliarden Dollar an Bargeld in der Kasse. Apple hat. Zudem kostet der US-Technologiekonzern derzeit so viel wie die zehn größten der 30 DAX-Werte zusammen. Apple ist das wertvollste Unternehmen der Welt. Die Experten der Börse am Sonntag verweisen zudem auf die Verkaufsrekorde bei der Markteinführung des neuen Smartphone-Modells iPhone 5. Analysten verweisen auf die erfolgte Markteinführung des Tablet-Rechners iPad in der Volksrepublik China. In der gesamten Wirtschaftsgeschichte gab es wohl kaum erfolgreichere Produkte eines einzelnen Unternehmens. Das Wachstumstempo von Apple ist entsprechend seit Jahren unglaublich hoch. In dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 soll Apple 156 Milliarden Dollar umgesetzt und fast 42 Milliarden Dollar beziehungsweise 44,50 Dollar je Aktie verdient haben. Im aktuellen Wirtschaftsjahr schätzen die Analysten die Erlöse auf 194 Milliarden Dollar und den Nettoertrag auf 50,7 Milliarden Dollar, was einem KGV von 13 entspräche. Für das übernächste Fiskaljahr, 2014/15, gehen die Analysten von einem Umsatz von 270 Milliarden Dollar und einem Gewinn von beinahe 66 Milliarden Dollar respektive 72,50 Dollar pro Anteil aus. Das durchschnittliche Kursziel beträgt 780 Dollar. Die nächsten Generationen der Elektrogeräte sowie Produktneuerungen wie ein Mini-iPad oder der Einstieg in den Fernsehgerätemarkt dürften auch in den kommenden Jahren für kräftig steigende Umsätze und Gewinne sorgen, was sich auch in der Entwicklung des Aktienkurses niederschlagen sollte. Charttechnisch stehen der Aktie, die praktisch auf Allzeithoch notiert, auf dem Weg nach oben keine Widerstände im Weg.

Risikobereite Anleger sollten das endlos laufende Bull-Zertifikat (WKN CK8 EWA) der Commerzbank auf Apple 865985 kaufen. Der Schein ist mit einer Basis bei 493,01 Dollar, einer Totalverlust-Schwelle bei 514,35 Dollar und einem Hebel von derzeit 3,7 ausgestattet. Noch etwas riskanter ist das ebenfalls open end aufgelegte Bull-Zertifikat (WKN CT6 79S) der Citigroup auf den US-Konzern. Hier betragen der Basispreis und die Knock-out-Schwelle aktuell 553,11 Dollar und der Hebel 5,5. Als dritte und noch einmal etwas riskantere Variante wird der Einstieg in den am 31. Dezember 2012 fälligen Call (WKN VT5 XMF) von Vontobel auf das Technologieunternehmen vorgeschlagen. Bei diesem Schein betragen die Basis und die Totalverlust-Schwelle jeweils 570 Dollar und der Hebel momentan 6,6.

Änderungen in Musterdepots der Euro am Sonntag:

Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat 500 Anteile von Morphosys zu 22,30 Euro eingebucht.

Sven Parplies, Betreuter des Momentum-Musterportfolios, hat nach rein mathematischen Vorgaben auf Basis der "Relativen Stärke nach Levy (RSL)" seine 580 Anteile der Aareal Bank, seine 2.620 Aktien der Unicredit und seine 1.500 Titel der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) wohl jeweils mit Verlust ausgebucht. Dafür hat er 100 Papiere der Industria de Diseño Textil Inditex zu 99,50 Euro eingebucht sowie 190 Anteile von Gilead Sciences zu 52,10 Euro und 220 Aktien von Expedia zu 46,28 Euro. Nun möchte er noch Titel von Morphosys und von LPKF Laser & Electronics aufnehmen.

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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