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adidas-Salomon - Verdammt gut drauf

Wieder einmal erfreuen sich Analysten und Anteilseigner an adidas. Der Sportartikelhersteller hat im dritten Quartal hervorragende Ergebnisse erzielt.

Wieder einmal erfreuen sich Analysten und Anteilseigner an adidas. Der Sportartikelhersteller hat im dritten Quartal hervorragende Ergebnisse erzielt.

Von Steffen Eidam

Mit einer fast schon unheimlichen Entschlossenheit setzt der Sportartikelhersteller adidas-Salomon zum Angriff auf den Weltmarktführer Nike an. Noch ist das Echo auf den letzten großen Coup - der Übernahme des US-Wettbewerbers Reebok - nicht verhallt, da präsentiert das Unternehmen ein Quartalsergebnis, das sich gewaschen hat: Die Erwartungen der Analysten wurden deutlich übertroffen. Ganz nebenbei haben die Franken ihre Jahresprognosen nach oben geschraubt.

Analysten überrascht

Adidas verbessert im dritten Quartal seinen Gewinn von 163 auf 209 Millionen Euro (+28 Prozent) und sein Betriebsergebnis von 281 auf 315 Millionen Euro. Die Analystengilde hatte im Schnitt mit einem Gewinn von 186,4 Millionen Euro gerechnet, die Höhe des Betriebsergebnisses wurde auf 304 Millionen Euro taxiert. Mit einem Umsatz von 1,92 Milliarden Euro liegen die Herzogenauracher ebenfalls über der Prognose von 1,89 Milliarden Euro. Alle Zahlen sind bereinigt um die Erlöse der Winter- und Outdoorsparte Salomon, die an die finnische Amer Sports verkauft wurde.

Optimistischer Blick in die Zukunft

Vorstandschef Herbert Hainer zeigte sich ob der "hervorragenden Performance" in den ersten neun Monaten erfreut: "Unsere wichtige Region Nordamerika ist stärker als jemals zuvor, so dass wir die Umsatz- und Gewinnerwartungen für den Konzern für das Gesamtjahr erhöht haben." Der Konzern rechnet jetzt im Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich. Bisher war von einer Steigerung im mittleren bis hohen einstelligen Bereich die Rede. Die operative Marge soll mit elf Prozent einen weiteren Rekordwert erreichen. Beim Nettoergebnis erwartet man nun ein Plus von mindestens 20 Prozent. Ganz wichtig: Der Auftragseingang kletterte zum Ende des dritten Quartals währungsbereinigt auf zwölf Prozent. Das ist die höchste Wachstumsrate seit fast drei Jahren. Darüber hinaus gelang es den Franken, die Nettofinanzverbindlichkeiten um 326 auf 586 Millionen Euro zu senken. An der Börse werden diese Daten natürlich sehr positiv aufgenommen: Die Aktie von adidas-Salomon setzt sich um 10.30 Uhr mit einem Plus von 2,7 Prozent auf 145,90 Euro an die Spitze des DAX.

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