Adidas
- Werner Sperber - Redakteur

Adidas lässt sich nicht aufhalten; Börsenwelt Presseschau II

Den Experten der Prior Börse zufolge haben der starke Euro, die flaue Konsumentenstimmung und der Wettbewerb mit dem weltgrößten Sportartikel-Hersteller Nike, die Entwicklung des Aktienkurses von Adidas belastet und tun es jetzt noch. Russland und die russischen Nachbarstaaten sind für Adidas wichtige Märkte, doch dort nehmen die Sorgen zu und die Nachfrage in der Ukraine nimmt wegen der angespannten Lage ab. Wie es scheint, hält die Krise in Russland vorerst an und auch die Währungen bleiben volatil zueinander. Die anderen Kernmärkte Nordamerika und China entwickeln sich durchwachsen. Fundamental versucht Vorstandsvorsitzender Herbert Hainer mit neuen Laufschuhen und mehr Werbung gegenzusteuern. Das wird ihm zwar nicht ganz gelingen, doch die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien in diesem Jahr wird eine Belebung bringen. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis von 1,1 und das KGV von weniger als 20 sind für Adidas günstig. Die Dividendenrendite beträgt zwar nur 1,3 Prozent, doch das Unternehmen schüttet nur 37 Prozent des Gewinns aus, weshalb die Dividende durchaus erhöht werden könnte. Zudem hat Adidas keine Nettoschulden mehr sondern weist ein Nettovermögen von 300 Millionen Euro aus. Im nächsten Jahr soll der Umsatz auf 17 Milliarden Euro steigen und die operative Marge von derzeit 8,7 auf dann elf Prozent erhöht werden. Charttechnisch zeichnet sich bei 78 Euro eine Bodenbildung ab. Mittelfristig dürfte der Aktienkurs einen neuen Schub erhalten. Sport ist ein Megatrend, der sich nicht aufhalten lässt. Das bietet jedoch eine Einstiegschance bei Europas größtem Sportartikel-Hersteller, der Qualitätsfirma Adidas.

Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Der vorhergehende Text ist von der genannten Publikation übernommen sowie üblicherweise sinnwahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern. Kollege H. G. hat auf folgendes hingewiesen: Die Bezeichnung "endlos laufender Call-Optionsschein" ist nicht korrekt beziehungsweise irreführend, denn Optionsscheine (im strengen Sinne) haben immer eine Laufzeit. Korrekt müsste es "Turbo-Call-Optionsschein" etc. heißen. Im Sinne der leichteren Lesbarkeit behalten wir jedoch die Formulierung "endlos laufender Call-Optionsschein" bei.)


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| Andreas Deutsch | 0 Kommentare

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