Adidas
- Andreas Deutsch - Redakteur

Adidas in WM-Form - so profitiert der Konzern

Noch zehn Tage, dann startet die Fußball-WM in Russland. Die Adidas-Aktie nimmt schon jetzt Schwung auf. Das Großevent ist ein riesen Geschäft für den Konzern.

Adidas sponsert bei der WM elf Mannschaften, darunter die drei Top-Favoriten Deutschland, Argentinien und Spanien. „Natürlich hoffen wir, dass unsere Teams möglichst weit kommen“, so CEO Kasper Rorsted zur Rheinischen Post. Ein DFB-Trikot ist für die Fans kein Schnäppchen: Die Replica-Variante kostet 89,95 Euro, für das Original-Trikot, das Müller und Co auf dem Rasen tragen, werden 129,95 Euro fällig.

Aber die Fans bezahlen den Preis. Bei der vergangenen WM 2014 in Brasilien verkaufte Adidas über drei Millionen Deutschland-Trikots. Insgesamt verkaufte Adidas damals acht Millionen Nationaltrikots.

Das Resultat: Adidas setzte 2014 insgesamt 2,1 Milliarden Euro mit Trikots, Fußballschuhe, Bälle und Fanartikeln um.

Allerdings bleibt beim Trikotverkauf unterm Strich nicht allzu viel hängen bei Adidas. Das DFB-Trikot der WM 2014 kostete 85 Euro, davon strich der Handel 37,43 Euro ein, Adidas hingegen nur 16,26 Euro.

Deswegen will Rorsted noch viel mehr auf den Onlinehandel setzen. Bis 2020 will Rorsted vier Milliarden Euro im eigenen Webshop erlösen, derzeit sind es 1,5 Milliarden Euro. Das Ziel ist eine Herausforderung, doch nicht unrealistisch. Im ersten Quartal wuchs der Adidas-E-Commerce um 27 Prozent und war erneut der am stärksten wachsende Vertriebskanal.

Noch Luft

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Adidas-Aktie über die Marke von 200 Euro springt. DER AKTIONÄR sieht die Rallye damit aber noch längst nicht am Ende. Das Kursziel bleibt bei 250 Euro, der Stopp sollte bei 162 Euro gesetzt werden.

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