Adidas
- Jochen Kauper - Redakteur

Adidas-Aktie: Analysten bleiben skeptisch

Spannung ist angesagt: Am 06. Mai wird Adidas die Zahlen für das erste Quartal veröffentlichen. Die Experten vom Bankhaus Lampe erwarten einen Umsatzrückgang von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Die vergleichsweise hohen negativen Währungseffekte schätzen wir auf circa sieben Prozent. Saisonal gesehen dürfte das erste Quartal durch die Vorverkäufe im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft, welche im vierten Quartal stattgefunden haben, stark an Momentum verloren haben“, so Bankhaus Lampe-Analyst Michael Gorny. Gorny erwartet weiterhin bei TaylorMade-Adidas Golf vor allem in Nordamerika deutlichen Gegenwind.


Unruhiges Fahrwasser
Die Aktie ist derzeit angeschlagen. Schlechte Nachrichten aus China haben der Adidas-Aktie zusätzlich zugesetzt. Einige der Bestellungen, die in der Yueyuen-Fabrik in Dongguan gefertigt werden sollten, seien dort abgezogen und an andere Hersteller vergeben worden, erklärte Adidas in einer Mitteilung. Die Geschäftsbeziehungen bestünden aber fort. Adidas habe weltweit über 1000 Zulieferer. „Wir halten die von Adidas gesetzten Ziele für 2015 (17 Milliarden Euro Umsatz sowie eine operative Marge von elf Prozent für sehr ambitioniert. Wir erwarten einen Umsatz von circa 15,6 Milliarden Euro und eine EBIT-Marge von 9,5 Prozent. Die gesteckten Ziele sind unserer Ansicht nach frühestens in 2016 erreichbar“, ergänzt Analyst Gorny. Auch Hauck & Aufhäuser hat das Ziel für die Adidas-Aktie von 95 auf 90 Euro gesenkt. Analyst Christian Schwenkenbecher rechne mit einem schwachen ersten Quartal des Sportartikelherstellers. Gründe seien unter anderem ein schwächeres Großhandelsgeschäft in den USA sowie anhaltende Belastungen durch Währungseffekte.



Abwarten
Die Adidas-Aktie steht schon seit Jahresbeginn unter Druck. Im Zuge des Abverkaufs hat der Wert über 17 Prozent verloren. Der mittelfristige Abwärtstrend ist intakt. Investierte Anleger bleiben dabei. Ein Neueinstieg bietet sich derzeit – noch -  nicht an.

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