Adidas
- Andreas Deutsch - Redakteur

Chart-Check Adidas: Nicht in Form

Das Jahr hat nicht gut begonnen für Adidas-Aktionäre. Seit Jahresanfang notiert der Titel mit sechs Prozent im Minus. Nun steht der Sportartikelhersteller - wie sein Konkurrent Puma - in der Kritik: Bei einer Produktionsfirma aus Mittelamerika soll es zu groben Arbeitsrechtsverletzungen gekommen sein.

Die Vorwürfe richten sich laut Medienberichten gegen die von einem Konsortium betriebene Produktionsfirma "Ocean Sky" in El Salvador. Laut der "Kampagne für Saubere Kleidung" erhielten die Näherinnen nicht den Lohn, den sie zum Überleben brauchen. Die Arbeiterinnen würden zudem illegal zu unbezahlten Überstunden gezwungen, seien extremem Druck ausgesetzt und würden ständig von Kameras überwacht. Zudem sei das Trinkwasser in der Firma mit Colibakterien verunreinigt.

Vorwürfe werden untersucht

Maik Pflaum von der Christlichen Initiative Romero, die die Kampagne ins Leben gerufen hat, wirft Adidas und Puma vor allem die niedrigen Löhne ihres Subunternehmers vor. Wie es heißt, hätten die Unternehmen eigenen Angaben zufolge damit begonnen, die Vorwürfe zu untersuchen.

Analyst ist skeptisch

Erwan Rambourg, Analyst von HSBC, stuft die Aktie von Adidas weiterhin mit "Neutral" ein. Der Experte befürchtet, dass steigende Preise für Rohmaterialien im zweiten Halbjahr das Unternehmen belasten könnten. Das Kursziel für den Titel hat er um zwei Euro auf 50 Euro gesenkt.

Kursziel: 67 Euro

Von der charttechnischen Seite sieht es derzeit nicht gut aus für Adidas. Der kurzfristige Abwärtstrend ist intakt. Zudem notiert der Titel unter der 90-Tage-Linie. Gelingt der Ausbruch, sind jedoch deutlich höhere Kurse drin. Zumal Adidas nach Meinung des AKTIONÄR zu den am besten aufgestellten und wachstumsstärksten Unternehmen in der Konsumbranche zählt. Das Kursziel auf 12-Monatssicht lautet weiterhin 67 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 37 Euro gesetzt werden.

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