Adidas
- Andreas Deutsch - Redakteur

Adidas: 132 Prozent plus sind genug

Der Sportartikelhersteller Adidas hat wie erwartet starke Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Für das Gesamtjahr ist der DAX-Konzern weiterhin sehr optimistisch. Auf die Stimmung drückt eine Abstufung.

Der scheidende Adidas-Chef Herbert Hainer will sich von dem Sportartikelhersteller mit Rekordergebnissen verabschieden. "Ich kann mit Stolz sagen, dass wir in Topform sind. 2016 wird ein Jahr der Rekorde für den Adidas-Konzern werden", sagte Hainer am Donnerstag bei der Vorlage seiner letzten Quartalsbilanz. Der Manager wird Ende September aus dem Unternehmen ausscheiden und dann an seinen Nachfolger Kasper Rorsted übergeben.

Adidas hatte bereits vergangene Woche vorläufige Zahlen vorgelegt und dabei die Jahresprognose kräftig angehoben. Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal um 13 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro, der Gewinn sogar um 99 Prozent auf 291 Millionen Euro.

Im Gesamtjahr traut sich Adidas bis zu eine Milliarde Euro Gewinn zu. Der Umsatz soll währungsbereinigt im hohen Zehnprozentbereich wachsen. Auch höhere Kosten durch Lohnsteigerungen und den starken US-Dollar will Adidas besser abfedern. Die Bruttomarge, die angibt wie viel vom Umsatz nach Abzug der Herstellungskosten übrig bleibt, könnte stabil bleiben statt wie bislang erwartet zurückgehen.

Equinet stuft die Aktie ab

Seit dem Tief im vergangenen Spätsommer hat die Adidas-Aktie 132 Prozent zugelegt. Das reicht, meint Mark Josefson. Der Equinet-Analyst hat die Aktie am Donnerstag nach den Zahlen von „Neutral“ auf „Verkaufen“ abgestuft und das Kursziel von 118 auf 128 Euro gesenkt. Die Ergebnisse des zweiten Quartals seien fantastisch gewesen, dies sei aber inzwischen eingepreist.

Aktie knickt ein

Der negative Kommentar drückt auf die Stimmung der Börsianer, die Aktie büßt 2,6 Prozent ein. Solange der Aufwärtstrend intakt ist, sollten investierte Anleger dabei bleiben. Stopp bei 110 Euro setzen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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