Adidas
- Thomas Bergmann - Redakteur

Adidas: Der Dauerläufer!

Adidas hätte Traumzahlen vorlegen können, wäre da nicht die Konzerntochter Reebok. Wegen ihr musste der Sportartikelkonzern die Umsatzprognose für das Gesamtjahr kappen. Die Ergebnisguidance hat Adidas-Chef Hainer aber bekräftigt.

Europas größter Sportartikelhersteller ist wegen der rückläufigen Entwicklung bei der Tochter Reebok etwas pessimistischer für das Gesamtjahr gestimmt. Konzernweit werde der Umsatz 2012 währungsbereinigt im hohen einstelligen Bereich zulegen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Bislang hatte er ein Plus von annähernd zehn Prozent für möglich gehalten.

Einbruch bei US-Tochter

Reebok verbuchte im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von fast 20 Prozent. Hauptproblem der US-Tochter sind derzeit vor allem fehlende innovative Produkte. Aber auch der Tarifstreit in der nordamerikanischen Eishockeyliga (NHL) sowie schwächere Umsätze bei Rockport bremsen derzeit den Konzern.

Im dritten Quartal schnitt Adidas gerade beim Ergebnis besser ab als von Analysten erwartet. Der Betriebsgewinn legte um 12 Prozent auf 494 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdiente Adidas 344 Millionen Euro und damit 13,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich dank der sportlichen Großereignisse in diesem Jahr um 11,4 Prozent auf 4,17 Milliarden Euro. Der Ausbau des eigenen Einzelhandels, die Zuwächse in den Schwellenländern und Währungseffekte wirkten sich günstig aus.

Gewinnprognose bleibt

Bemerkenswert: Die Gewinnprognose konnte Adidas trotzdem bekräftigen. Die operative Marge des Konzerns wird laut Unternehmen im Jahr 2012 voraussichtlich einen Wert von annähernd 8,0 Prozent erreichen (2011: 7,6 Prozent), ungeachtet des prognostizierten negativen Effekts in Höhe von bis zu 70 Millionen Euro auf das Betriebsergebnis des Konzerns im Zusammenhang mit der Reorganisation und den Änderungen der Geschäftsaktivitäten bei Reebok India Company.

Infolgedessen erwartet das Management, dass der auf Anteilseigner entfallende Gewinn um 15 bis 17 Prozent auf ein Niveau zwischen 770 Millionen und 785 Millionen Euro steigen wird. Damit wird das unverwässerte Ergebnis je Aktie zwischen 3,68 Euro und 3,75 Euro liegen.

Für 2013 ist Adidas-Chef Herbert Hainer noch eine Spur zuversichtlicher. Mit einer Vielzahl von Produktinnovationen und neuen Markenauftritten werde der Konzern für Furore im Markt sorgen und beträchtliche Marktanteile hinzugewinnen. "Das wiederum bedeutet, dass wir 2013 unseren Umsatz steigern, unsere operative Marge auf etwa neun Prozent verbessern und erneut eine deutlich zweistellige Gewinnsteigerung erzielen werden", sagte Hainer.

Adidas

Positives Gesamturteil

Trotz der Probleme bei Reebok läuft es insgesamt sehr gut bei Adidas. Die Revision der Umsatzprognose wird durch die Bestätigung der Gewinnguidance und den sehr guten Ausblick auf 2013 mehr als überkompensiert. Anleger sollten daher weiterhin Adidas dem Konkurrenten Puma vorziehen und den Alpha-Turbo-Optionsschein mit der WKN DZ9 7GZ halten.

mit Material von dpa-AFX

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| Andreas Deutsch | 0 Kommentare

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