Activision Blizzard
- Benedikt Kaufmann

Activision Blizzard: Erholungs-Rallye vor der Tür

Die Rallye im NASDAQ ging an Activision Blizzard vorbei. Seit dem Jahreswechsel hat die Gaming-Aktie sogar rund zwei Prozent verloren. Die Analysten stehen der Performance der großen Spiele-Franchises gemischt gegenüber. DER AKTIONÄR bleibt jedoch überzeugt, dass sich der Mobile-Fokus auch für die Aktionäre auszahlt.

Mit den Zahlen zum vierten Quartal hat Activision Blizzard einen Restrukturierungsplan für 2019 vorgelegt. Es soll mehr in die großen Spieleserien wie „Call of Duty“, „Candy Crush“ „Diablo“, „Overwatch“ und „Warcraft“ investiert werden. Geplant sind mehr Releases, In-Game Content sowie eine Expansion auf das Smartphone und andere geographische Märkte. Der Konzern will dabei insbesondere in neue Entwickler investieren.

Gemischte Erwartungen der Analysten

Bei den Analysten kommt die Strategie gemischt an. Während beispielsweise Bernstein den neuen Fokus zum Anlass nimmt, mit einem früheren Release von Overwatch 2 zu rechnen und dabei im Vergleich zum Vorgänger schwächere Verkaufserlöse erwartet, prognostiziert Wedbush für 2019 eine bilanzielle Outperformance des Spieleentwicklers insbesondere im Mobile-Bereich.

Spannung im Mobile-Segment

DER AKTIONÄR schließt dagegen ein Release von Overwatch 2 aus – 2020 und auch später dürfte keine neue Auskopplung erscheinen. Dafür hat Blizzard schlichtweg zu viel in das E-Sports-Ökosystem rund um den Erfolgstitel investiert. Die Ankündigung zahlreicher Mobile-Titel könnte jedoch tatsächlich auf Basis von starken AAA-Franchises zu zusätzlichen Umsätzen führen. Insbesondere „Diablo Immortal“, dessen Ankündigung die Fans enttäuschte, dürfte die Messlatte für den künftigen Erfolg von Activision Blizzard im rasant wachsenden Mobile-Segment werden.


Quelle: Newzoo

DER AKTIONÄR sieht zudem ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis bei der Activision Blizzard Aktie. Die Bewertung der Aktie mit einem KGV von 19 für die nächsten zwölf Monate war zuletzt Ende 2016 derart niedrig.


Quelle: Bloomberg

Anleger behalten den Stopp bei 35,00 Euro im Auge und bleiben vorerst dabei, denn die positiven Auswirkungen der Restrukturierung könnten sich bereits 2019 zeigen. Charttechnisch dürfte ein Durchbrechen der 90-Tage-Linie bei 46,20 Dollar erste Impulse bringen.

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