Sartorius
- Thomas Bergmann - Redakteur

Achtung: Diese Aktie kennt kein Halten!

300 Prozent Kursplus seit Anfang 2010 - 80 Prozent Plus allein in diesem Jahr! Der Pharmazulieferer ist einer der Highflyer an der Börse. Heute geht es schon wieder deutlich nach oben, nachdem das Unternehmen den Ausblick für 2012 erhöht hat.

Die Erfolgsgeschichte der Sartorius-Vorzüge ist beinahe unglaublich. Zwar gab es immer wieder einmal kurze, knackige Rücksetzer, doch seit Anfang 2010 kennt das Papier mehr oder weniger nur den Weg nach oben. Heute setzt der Pharmazulieferer seinen Aufwärtstrend fort: Der Konzern hat mit den Zahlen zum dritten Quartal die Prognosen für 2012 erhöht.

Mehr Gewinn als erwartet

Bei konstanten Wechselkursen dürfte der bereinigte Gewinn (operatives EBITA) 18 Prozent über dem Vorjahr liegen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Bislang war Sartorius von 15 Prozent ausgegangen. Die Prognose für das Umsatzwachstum von elf Prozent hielt das Management konstant. Zuletzt hatte es Ende Juli nach Vorlage guter Halbjahreszahlen die Ziele für Umsatz und Gewinn erhöht.

In den ersten neun Monaten steigerte Sartorius den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 18 Prozent auf 639,4 Millionen Euro. Netto verdiente der Konzern mit 46,8 Millionen Euro rund 22 Prozent mehr. Auch die Auftragsbücher sind prall gefüllt: Das Volumen legte um knapp 16 Prozent auf 636,6 Millionen Euro zu. Besonders gut entwickelte sich bislang die Nachfrage nach Einwegprodukten für die Medikamentenherstellung wie Spezialfiltern und keimfreien Behältern.

Nach Regionen aufgeteilt legte vor allem das Geschäft in Nordamerika in den ersten neun Monaten zu. Hier stieg der Umsatz zu bereinigten Wechselkursen um rund ein Viertel, schwächte sich dabei aber im dritten Quartal etwas ab. Auch in Asien und Europa stieg der Umsatz im laufenden Jahr bislang zweistellig.

Sartorius

Rekordfahrt hält an

Solche Meldungen wie von Sartorius sind das, was Anleger in diesen Zeiten lieben. Entsprechend dürfte sich der Kursverlauf bei den Vorzugsaktien fortsetzen können. Da es aber auch beim Pharmahändler nicht wie in einer Einbahnstraße nach oben gehen wird, sollten schwache Tage zum Einstieg genutzt werden.

mit Material von dpa-AFX

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