Deutsche Telekom
- Werner Sperber - Redakteur

Acer und Research in Motion im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II

Platow Emerging Markets wettet auf die geschäftliche Trendwende bei Acer. Börse Online glaubt an den Erfolg des ehemaligen Siemens-Managers Thorsten Heins an der Unternehmensspitze von Research in Motion. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise Sinn wahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern.): Die Experten von Platow Emerging Markets erinnern an Gianfranco Lanci, der in seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender von Acer unter anderem die Computer-Unternehmen Gateway, Packard Bell und eMachines gekauft hat, damit Acer mit einem Mehrmarken-Auftritt auf dem Markt für Computer Marktanteile gewinnt. Das Gegenteil war der Fall und Lanci wechselt zum Konkurrenten Lenovo. Seit rund einem Jahr führt der auch auf der Internetseite des taiwanesischen Konzern nur als J.T. Wang bezeichnete Manager das Unternehmen. Da der Markt für Personal Computer und Laptop-Rechner durch immer leistungsfähigere und schlankere sogenannte Tablets angegriffen wird, find J.T. Wang bei Acer wohl gerade noch rechtzeitig zu sparen an. Dennoch könnte Acer im Jahr 2012 zum zweiten Mal in Folge einen Verlust erwirtschaftet haben, weil Wang den Wert der von Lanci gekauften Firmen in der Bilanz um 121 Millionen Dollar niedriger angegeben hat. Wang baut zudem das im Vergleich zu den Sparten Personal Computer und Laptop noch kleine Segment Tablet aus. Allerdings ist die Konkurrenz im Markt für Tablets ebenfalls groß, weshalb auch in diesem Geschäft nur wenig zu verdienen ist. Wang möchte mit niedrigen Preisen Marktanteile gewinnen. Der Anteil am Tablet-Markt in der Region EMEA (Europa, Middle East (gemeint ist der Nahe Osten) und Afrika) soll sich bis zum Jahresende 2015 auf 15 Prozent verdreifachen. Wenn das gelingt, dürften sehr risikobereite Anleger mit ihrer Spekulation auf die Trendwende Geld verdienen. Investoren sollten bis zu Notierungen von drei Euro einsteigen und das Engagement bei 2,80 Euro absichern.

Änderung im Musterdepot von Platow Emerging Markets:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten ihre 380 Zertifikate (WKN ABN 1PF) auf den Kuala Lumpur Composite Index (KLCI) aus Maylaysia mit Gewinn zu mindestens 40 Euro ausbuchen.

Börse Online: Alle Hoffnung auf BB10 

Am Mittwoch, 30. Januar, startet BB10, das neue Betriebssystem von Research in Motion (RiM) für Smartphones. Gleichzeitig bietet der kanadische Konzern erstmals Smartphones mit berührungsempfindlicher Sensoroberfläche an. Die Experten von Börse Online erklären, Thorsten Heins, der seit rund einem Jahr Vorstandsvorsitzender des Herstellers des legendären Blackberry ist, steht gewaltig unter Erfolgsdruck, denn der Weltmarktanteilen bei diesen sogenannten Smartphones sank von 20 auf zuletzt vier Prozent. Doch der ehemalige Siemens-Manager sagt, BB10 stoße bei Netzbetreibern und Firmenkunden auf reges Interesse. Heins steigerte zudem bereits die Effizienz von RiM, was sich in einem zum 30. September 2012 deutlich auf 2,9 Milliarden Dollar gestiegenen Barbestand ausdrückt. Indem er die Anzahl der Produktionsstätten von 14 auf drei senkte, sollen insgesamt 800 Millionen Dollar eingespart werden. Risikobereite Anleger sollten die Aktie kaufen. Das Kursziel beträgt 16 Euro und der Stop-Loss sollte bei 10,50 Euro gesetzt werden.

Änderungen in Musterdepots von Börse Online:

Die seit der Übernahme von Börse Online durch die FV Börsen Verlag GmbH mit dieser Ausgabe für das Nebenwerte-Musterportfolio Verantwortlichen möchten ihre 910 Anteile von Youniq wohl mit Verlust zu mindestens 4,60 Euro ausbuchen und dafür 200 Aktien von Aurelius zu höchstens 44 Euro einbuchen.

Die neuen Verantwortlichen für das Zertifikate-Musterdepot haben ihre 1.800 Inline-Optionsscheine (WKN SG3 L40) auf Rohöl der Sorte Brent ausgebucht sowie ihre 2.800 Inline-Optionsscheine (WKN SG3 NNC) auf den DAX, ihre 760 Inline-Optionsscheine (WKN SG3 HM6) auf den DAX, ihre 650 Zertifikate (WKN DB0 GSY) auf den FTSE/MIB und ihre 400 Zertifikate (WKN DB3 XAG) auf Silber ausgebucht. Nun möchten sie sich noch von den 3.000 Put-Optionsscheinen (WKN DE6 8QU) auf den MDAX trennen. Dafür möchten sie 1.250 Zertifikate (WKN EB5 576) auf den Aktienkorb Kroation einbuchen sowie 2.200 Long-Zertifikate (WKN BP1 392) auf HeidelbergCement und 650 Inline-Optionsscheine (WKN SG3 MFC) auf die Deutsche Telekom.

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