PROCON AG O.N.
- DER AKTIONÄR

Absolut partytauglich

Seit dem Börsengang im Jahr 1999 schaffte es die Hamburger Procon Multimedia AG nur im Jahr 2000, schwarze Zahlen zu schreiben. In der folgenden fünfjährigen Verlustperiode dürfte die Aktie bei vielen Anlegern in Vergessenheit geraten sein. Der erfolgreiche Turnaround im dritten Quartal 2006 und die Rückkehr in die Gewinnzone im Gesamtjahr könnten der Aktie des weltweit tätigen Veranstaltungstechnikers jedoch die nötige Initialzündung geben.

Der Multimedia-Dienstleister Procon hat nach verlustreichen Jahren den Turnaround eingeleitet. Das könnte der fast vergessenen Aktie wieder Leben einhauchen.

Seit dem Börsengang im Jahr 1999 schaffte es die Hamburger Procon Multimedia AG nur im Jahr 2000, schwarze Zahlen zu schreiben. In der folgenden fünfjährigen Verlustperiode dürfte die Aktie bei vielen Anlegern in Vergessenheit geraten sein. Der erfolgreiche Turnaround im dritten Quartal 2006 und die Rückkehr in die Gewinnzone im Gesamtjahr könnten der Aktie des weltweit tätigen Veranstaltungstechnikers jedoch die nötige Initialzündung geben.

Europäische Spitze

Procon Multimedia ist mittlerweile europäische Spitze in der Medien-, Unterhaltungs-und Veranstaltungsindustrie. Dafür mussten die Hansestädter allerdings mehr als 20 Unternehmen übernehmen und in den Konzern integrieren. Nachdem diese Mammutaufgabe abgeschlossen ist, scheint es, als ob Procon nun die Früchte ernten kann. Kaum ein großes Event findet ohne Licht-, Ton- oder Multimedia-Technik der Hamburger statt. So ist es nicht verwunderlich, dass große Ereignisse wie die Expo, die Fußball-WM oder die Olympischen Spiele auf der Referenzliste stehen. Ein weiteres Standbein ist die Ausstattung zahlreicher Fernsehproduktionen wie „Wetten dass ...?“, „The Dome“ oder „Musikantenstadl“. Daneben ist Procon auch im Messegeschäft tätig, organisiert Präsentationen, Hauptversammlungen oder Kongresse.

Wachstumsmarkt China

Vor allem im zweiten Halbjahr 2006 verzeichneten die Hamburger eine starke Nachfrage. Allein im dritten Quartal erzielte Procon einen Umsatzzuwachs von 20 Prozent auf 21,5 Millionen Euro und erreichte wieder die Gewinnzone. Im Gesamtjahr 2006 dürften rund 83 Millionen Euro durch die Bücher gegangen sein, wobei laut Finanzchef Christian Möller auch das Nettoergebnis für das Gesamtjahr mit schwarzer Tinte geschrieben wird. Einer der künftigen Wachstumsträger wird der chinesische Markt sein. Anfang 2006 haben die Hamburger in Shanghai eine erste Niederlassung eröffnet. „Hier läuft es besser als geplant“, so Möller im Gespräch mit dem AKTIONÄR. Abgesehen von den bevorstehenden Großveranstaltungen wie den Olympischen Spielen 2008 in Peking oder der Expo 2010 in Shanghai bietet gerade das Wirtschaftszentrum Shanghai reichlich Potenzial: Pro Jahr finden allein in Shanghai mehr als 150 große internationale Veranstaltungen statt.

Spekulativer Turnaroundwert

Mit derart guten Wachstumsperspektiven könnte es Procon gelingen, nachhaltig den Turnaround zu schaffen. Einziger Wermutstropfen: die Finanzverbindlichkeiten von 35 Millionen Euro, die aufgrund der Zinslast das Ergebnis drücken. Allerdings dürfte sich die Verschuldung dank des hohen operativen Cashflows weiter verringern, was zusätzliche, positive Impulse für das Ergebnis liefert. Mit einem geschätzten KGV von 14 für 2007 ist der Turnaroundwert moderat bewertet, was für spekulative Anleger ein zusätzlicher Kaufanreiz ist.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 03/2007.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Magazin.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema: