Deutsche Bank
- Thorsten Küfner - Redakteur

Aareal Bank, Commerzbank und Deutsche Bank: Umfeld hellt sich weiter auf

Schöne Bescherung für die Banken: Kurz vor der Weihnachtszeit mehren sich die positiven Nachrichten für den 2011 stark gebeutelten Bankensektor. Davon profitieren natürlich auch die Aktien der Deutschen Bank, Aareal Bank und Commerzbank.

Es sah lange Zeit nicht unbedingt danach aus, dass die Märkte kurz vor Weihnachten in derart ruhiges Fahrwasser kommen. Tag für Tag hagelte es Negativmeldungen und belastete vor allem die Aktienkurse der Banken. Mittlerweile hat sich das Umfeld merklich aufgehellt. Der Hauptgrund hierfür ist natürlich die Aktion der EZB, Europas Banken einen Drei-Jahres-Tender im Volumen von 489 Milliarden Euro zu Verfügung zu stellen (mehr unter: EZB dreht den Geldhahn auf). Damit fluten die Notenbanker also doch den Markt mit Geld und folgen damit dem Vorbild der Fed und anderer bedeutenden Zentralbanken.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Durch diese Maßnahme hat die EZB zum einen den Kreditinstituten die Refinanzierung erheblich vereinfacht und verbilligt. Zum anderen hilft sie damit auch indirekt hoch verschuldeten Eurostaaten wie Spanien oder Italien. Deren Anleihenkurse stiegen nun auch, womit die Zinsbelastung bei künftigen Anleihenemissionen merklich sinken dürfte. Spanien musste etwa nun für Staatsanleihen mit einer Laufzeit von drei Monaten weniger als zwei Prozent zahlen. Vor wenigen Wochen waren es in der Spitze mehr als fünf Prozent. Damit dürfte eines der wichtigsten Ziele der EZB-Aktion erreicht worden sein - auch wenn die grundsätzlichen Probleme der zu hohen Staatsverschuldungen natürlich noch gelöst werden müssen.

Darüber hinaus helfen natürlich auch die sich allmählich wieder etwas verbesserten Konjunkturdaten, wie jüngst etwa die gesunkene Zahl an Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe.

Mutige greifen zu

Risikobereite Anleger können das immer noch sehr günstige Bewertungsniveau der deutschen Großbanken weiterhin zum Einstieg nutzen. Die Favoriten des AKTIONÄR sind weiterhin die Deutsche Bank und die Aareal Bank. Bei der Commerzbank sollten nur Mutige zugreifen. Konservativere Anleger sollten die Aktie wegen der Unsicherheit bezüglich der Frage, ob die Commerzbank ihre Kapitallücke aus eigener Kraft schließen kann, vorerst weiterhin meiden.

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