Bendigo Mining Ltd.
- DER AKTIONÄR

434 Prozent mit Sally

Sally Malay, Cameco, Moly Mines, Fortescue Metals Group und Sundance Resources – so lauten die fünf Gewinner der aktuellen Bilanz der AKTIONÄRS- Empfehlungen aus dem Rohstoffbereich. Mit einem Kurszuwachs von 434 Prozent rangiert dabei Sally Malay auf Platz 1 der Gewinnerliste. Aber auch Platz Nummer 5, Sundance Resources, kann mit einer Performance von 220 Prozent noch absolut überzeugen.

Während die Papiere von Sally Malay durch eine tolle Performance überzeugen können, enttäuscht die Entwicklung bei Gleneagle. Die zehn Top- und Flop- Empfehlungen des AKTIONÄRS aus der Rohstoffbranche unter der Lupe.

Sally Malay, Cameco, Moly Mines, Fortescue Metals Group und Sundance Resources – so lauten die fünf Gewinner der aktuellen Bilanz der AKTIONÄRS-Empfehlungen aus dem Rohstoffbereich. Mit einem Kurszuwachs von 434 Prozent rangiert dabei Sally Malay auf Platz 1 der Gewinnerliste. Aber auch Platz Nummer 5, Sundance Resources, kann mit einer Performance von 220 Prozent noch absolut überzeugen. Auf der Flopliste tauchen Gleneagle Gold, Caspian Oil & Gas, Anglogold Ashanti, Bendigo Mining und Monaro Mining auf. Trotz ihrer enttäuschenden Performance werden diese Werte vom AKTIONÄR noch beobachtet und regelmäßig im Chart-Check behandelt, da sie noch nicht unter ihre Stoppkurse gefallen sind. Von diesen fünf Werten ist die Entwicklung bei Gleneagle Gold am problematischsten, auch wenn sich dies bislang noch nicht in der Kursentwicklung voll widerspiegeln kann – die Aktien des Unternehmens werden nämlich seit Ende April nicht mehr an der Börse gehandelt.

Moly Mines - drittgrößte Moly-Mine der Welt

Bei den Gewinnern sind vor allem die Papiere von Moly Mines und Fortescue Metals Group auf Sicht von mehreren Monaten noch ein Kauf. Rohstoffspezialisten sind sich einig: Moly Mines könnte ein „Riesending“ werden. Das Unternehmen sucht in Australien nach Molybdän. Das Metall wird zur Härtung von Stahl eingesetzt. Der Molybdän-Stahl findet dann vor allem bei der Herstellung von Öl- und Gaspipelines, die einer extremen Beanspruchung unterliegen, seine Verwendung. Moly Mines wird ab 2009 in den Abbau von Molybdän einsteigen. Das Projekt, das den Namen „Spinifex Ridge“ trägt und in der Pilbara-Region im Nordwesten des australischen Kontinents liegt, verfügt über Vorkommen von 300.000 Tonnen Molybdän. Damit hält Moly Mines hinter der kanadischen Gesellschaft Thompson Creek Metals (früher Blue Pearl Mining) und dem US-Konzern Idaho General die drittgrößte Molybdän-Grube der Welt in den Händen.

Mit Fortescue Metals Group setzen Anleger auf einen Wert der Extraklasse. Gegründet wurde das Unternehmen nämlich von Andrew Forrest, in Australien ein sehr bekannter und erfolgreicher Geschäftsmann. Fortescue verfügt zurzeit über 2,46 Milliarden Tonnen Eisenerzressourcen in der Pilbara-Region. In direkter Nachbarschaft bauen auch die beiden Großkonzerne Rio Tinto und BHP Billiton Eisenerz ab. Und diese Nachbarschaft zu den beiden großen Branchenführern ist es denn auch, an der sich hervorragend zeigen lässt, aus welchem „Holz“ Andrew Forrest geschnitzt ist. Als er nämlich bei BHP um Erlaubnis fragte, die bei Port Hedland gelegenen Hafenanlagen für die Verschiffung des Eisenerzes benutzen zu dürfen, lehnten die BHP-Leute ab. Daraufhin beschloss Forrest den Bau eines eigenen vollständigen Verladehafens, mit allem, was dazugehört – vis à vis zu den Anlagen von BHP. Zudem wurde eine neue, 255 Kilometer lange Eisenbahnstrecke konzipiert, die die Fortescue-Minen direkt mit dem Hafen verbinden wird. Beide Infrastrukturprojekte, die zusammen etwa zwei Milliarden Australische Dollar kosten und den Löwenanteil der gesamten Projektkosten von etwa 2,4 Milliarden Australische Dollar ausmachen werden, sind derzeit im Bau. Sie sollen pünktlich zur Eisenerzproduktionsaufnahme im Jahr 2008 fertiggestellt sein.

Gleneagle - der Traum ist ausgeträumt

Dass trotz steigender Rohstoffpreise ein Investment in Minenpapiere immer mit extrem hohen Risiken verbunden ist, zeigt das Beispiel Gleneagle Gold. Die australische Minengesellschaft war unter Experten lange Zeit ein Hoffnungsträger in der Rohstoffbranche. Zwar gab es zuletzt kleinere Probleme bei der Goldsuche, doch eine erst vor Kurzem durchgeführte kräftige Finanzierungsrunde hätte die Schwachstelle eigentlich überwinden helfen müssen. Doch nun hat sich für alle Beteiligten überraschend herausgestellt, dass der Goldgehalt im Abbaugebiet so rasch fällt, dass eine Förderung sich nicht mehr lohnt. Da zudem Bankschulden nicht zurückgezahlt werden können, hat das Unternehmen Ende April Gläubigerschutz beantragt. Die Aktien wurden vom Handel ausgesetzt. Wie viel diese noch wert sein werden, wenn der Handel einmal wieder aufgenommen wird, weiß derzeit niemand.

Mit einem Minus von 16 Prozent hält Monaro Mining derzeit die rote Laterne auf der Flopliste in den Händen. Eigentlich unverständlich, denn mit sieben Uranexplorationsprojekten in Kirgisistan verfügt das Unternehmen über ausreichend Fantasie. Ähnlich sieht es bei Caspian Oil & Gas aus, auch wenn sich hier das Blatt langsam zu wenden scheint. Die Gesellschaft besitzt ein 23.700 Quadratkilometer großes Explorationsgebiet in Kirgisistan, auf dem mehrere Öllagerstätten ausfindig gemacht wurden. Die meisten von ihnen liegen im Fergana Basin, das schon in der Vergangenheit von anderen Ölfirmen erfolgreich „angezapft“ wurde. Und Anleger, die auf Bendigo Mining setzen, setzen vor allem auf das Können von Ed Eshuys. Eshuys hat sich erst vor wenigen Wochen mit zehn Prozent an Bendigo beteiligt. Der Geologe wird in der Minenszene auch als „der Zahnarzt“ gefeiert, da er es in der Vergangenheit immer wieder geschafft hat, durch extrem genaue Bohrungen Goldvorkommen zu finden.

Fünf "Kaufangebote"

Käufe bieten sich derzeit bei Moly Mines, Fortecue Metals Group, Caspian Oil & Gas, Bendigo Mining und Monaro Mining an. Die Papiere von Sally Malay, Cameco, Sundance Resources und Anglogold Ashanti sind dagegen Haltepositionen. Hier bieten sich erst Zukäufe an, wenn sich die charttechnische Situation nachhaltig verbessert hat. Bei Gleneagle laufen derzeit Bemühungen, das Unternehmen zu reaktivieren. Ob diese Erfolg haben, ist aber ungewiss. Mit einem Totalverlust muss gerechnet werden.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 25/2007.

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