3 D Systems
- Markus Bußler - Redakteur

3D Systems: Zurück zur Normalität

Noch kann man sicher nicht von Entwarnung sprechen. Doch die Aktie des 3D-Drucker-Spezialisten 3D System zeigt derzeit erste Stabilisierungstendenzen. Nach einem Aktiensplit, Zahlen, die auf der Umsatzseite leicht enttäuschten und einer Telefonkonferenz, die die Analysten verärgerte, wird es auch Zeit, dass wieder Normalität einkehrt.

Der angekündigte Aktiensplit im Verhältnis 3:2 wurde zum Montag umgesetzt. Damit hat sich der Kurs um rund ein Drittel verbilligt, was bei einigen Anlegern offensichtlich zu Irritationen geführt hat. Der Grund: Offensichtlich wurden die neuen Aktien bei den meisten deutschen Brokern noch nicht am Montag eingebucht. Damit waren den Anlegern im Prinzip die Hände gebunden. Ein Verkauf war am Montag so gut wie nicht möglich. Dazu lieferte das Unternehmen Zahlen, die beim Umsatz die Markterwartungen um zwei Prozent verfehlt hatten. Dies nutzten einige Marktteilnehmer vor allem in den USA, um die Papiere auf den Markt zu werfen.

Analysten sauer

Hinzu kam eine etwas - milde ausgedrückt - unglückliche Terminierung einer Telefonkonferenz für Analysten. Diese fand nämlich rund 20 Minuten nach Vorlage der Zahlen statt. Die meisten Analysten hatten so noch nicht die Zeit, sich durch das Zahlenwerk zu kämpfen. Ein Analyst machte in dem Conference Call seinem Ärger auch Luft - und hatte wohl die Mehrheit seiner Kollegen auf seiner Seite. Man mag über den Wert von Analystenmeinungen streiten. Aber eines ist sicher: Als Unternehmen sollte man Analysten tunlichst nicht auf diese Art verärgern.

Wie dem auch sei: All dies ist zunächst einmal Vergangenheit. Und die Aktie erholte sich am Montag bereits von ihren deutlichen Abschlägen von splitbereinigten 19 Prozent um dann im einstelligen Prozentbereich im Minus zu schließen. Sicherlich ist das kein Grund zum feiern. Doch offensichtlich keimt tatsächlich auch in den USA bei derart niedrigen Kursen so etwas wie Kaufinteresse auf. Zudem sollten sich einige Shortys nach den deutlichen Kursabschlägen aus dem Markt verabschiedet haben.

Die Story bleibt aus Sicht des AKTIONÄRs weiter spannend. Der 3D-Druck hat das Potenzial das Leben zu verändern. In den kommenden Monaten kommt es sicher darauf an, wie es den Unternehmen gelingt, 3D-Drucker alltagstauglich zu machen. Preislich ist dies 3D Systems mit Druckern weit unter 2.000 Dollar sicher schon teilweise gelungen. Allerdings fehlen noch die sinnvollen Anwendungen, die die Drucker auf für nicht technikbegeisterte Designer und Entwickler interessant machen.

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| Michel Doepke | 0 Kommentare

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