3 D Systems
- Markus Bußler - Redakteur

3D Systems: Mit Warp-Antrieb

Der Markt ist verstimmt gewesen. Wenn auch nur kurzzeitig. Nachdem der 3D-Druck-Spezialist 3D Systems Mitte vergangener Woche angekündigt hat, Aktien im Volumen von rund 250 Millionen Euro zu platzieren, kam die Aktie unter Druck. Konnte jedoch die Verluste am Freitag größtenteils wieder aufholen. Wie geht es weiter?

Das Unternehmen kündigte an, das Geld vor allem für Übernahmen einsetzen zu wollen. Schon in den vergangenen Quartalen ist 3D Systems durch eine aggressive Übernahmestrategie aufgefallen. Der Konzern hat so sein Wachstum vorangetrieben. In der Vergangenheit mehrten sich die Stimmen, wonach diese Strategie langsam ein Ende finden sollte. Doch offensichtlich will 3D Systems den Markt weiterhin aktiv konsolidieren.

Auch Altaktionäre platzieren Papiere

Erstaunlich: Der Markt hat in diesem Zusammenhang auch die Mitteilung gut verdaut, dass im Rahmen der Platzierung auch einige Altaktionäre Kasse gemacht haben. Doch offensichtlich ist das Vertrauen in die gesamte Branche derzeit so stark, dass diese Meldung für keinen hohen Abgabedruck gesorgt hat. Die Aktien wurden zu 40,00 Dollar platziert, das Papier selbst wurde im späten Freitagshandel bei 43,77 Dollar gehandelt - nachdem es nur knapp über der 40,00-Dollar-Marke eröffnet hatte. Heute dürften zudem die Zahlen von Stratasys in den Mittelpunkt rücken. Der Mitbewerber will seine Zahlen vor Börseneröffnung präsentieren.

In der Vergangenheit hat DER AKTIONÄR an dieser Stelle öfter kritisiert, dass vor allem für Heimanwender noch nützliche Anwendungen fehlen. An dieser Stelle wollen wir dennoch kurz beleuchten, was bereits möglich ist. Wenngleich sich über die Nützlichkeit streiten lässt, originell ist die Idee allemal. Wollten Sie schon immer einmal als Captain Kirk das Raumschiff Enterprise befehligen? Mit 3D Systems ist das jetzt möglich. Mit einem Programm und zwei Fotos von sich ist es möglich, sein eigenes Konterfei auf eine Captain Kirk-Figur aufzusetzen. Knapp 70,00 Dollar kostet der Spaß in den USA.

So unendlich der Weltall, so unendlich scheinen auch die Nutzungsmöglichkeiten von 3D-Druckern zu sein. DER AKTIONÄR bleibt weiter optimistisch für die neue Technologie. Trotz allem: Die Aktie bleibt weiterhin nichts für schwache Nerven. Investierte Anleger lassen ihre Gewinne laufen. Noch nicht investierte Anleger nutzen Kursrücksetzer zum Aufbau einer Position.

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| Michel Doepke | 0 Kommentare

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