DAX
- Maximilian Völkl

2015: Quo vadis, DAX? Der Ausblick der Profis! (Teil 7)

Ein spannendes Börsenjahr ist zu Ende gegangen. Trotz einiger Krisenherde stieg der deutsche Leitindex DAX zum ersten Mal in seiner Geschichte über die 10.000-Punkte-Marke. Alle Jahre wieder wird zum Jahreswechsel gerätselt: Was bringt das neue Jahr? Wo steht der heimische Leitindex Ende 2015?

DER AKTIONÄR fragte nach bei Robert Halver. Bei 11.000 Punkten sieht der Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank den DAX zum Jahresende 2015. Zuversichtlich stimmt ihn vor allem, dass der deutsche Leitindex über „die Kraft vieler Herzen“ verfügt. So nennt er explizit die „ultralockere“ Geldpolitik, die noch expansiver werden soll, und verweist zudem auf die robuste Weltkonjunktur. Darüber hinaus „verbessern sich die Umsatzperspektiven und die Gewinnmargen der Unternehmen wegen des sich abschwächenden Euro und günstiger Energiepreise“.

Als Risiken nennt Halver die Russland-Krise sowie eine mögliche Wende bei den Leitzinsen in den USA, wobei er nicht mit massiven Zinserhöhungen rechnet. Belastend könnte ferner der „Umbau der Volkswirtschaften der Schwellenländer weg von der Immobilien- und Exportindustrie hin zu einem weniger dynamischen Binnenkonsum sein“. In Deutschland bereitet ihm vor allem das „volkswirtschaftlich kleinkarierte Kaputtsparen“ Sorgen: „Statt sich mit einer schwarzen Null im Bundeshaushalt 2015 ein Denkmal setzen zu wollen, muss es perspektivisch darum gehen, die alte, teilweise marode infrastrukturelle Basis in Deutschland großflächig auf Weltniveau zu heben.“

Dividende statt Niedrigzins!

Halver rät Anlegern dazu, 2015 auf „die typischen konjunkturreagiblen Branchen Automobile, Maschinenbau, Elektro und Chemie“ zu setzen. Diese „profitieren von der stabilen Konjunktur in den USA und China sowie der künstlichen Konjunkturbeschleunigung in der Eurozone“. Wegen des niedrigen Zinsniveaus rät er zudem zu dividendenstarken Werten und betont: „Aktuell wartet der DAX mit drei, der Euro Stoxx 50 mit 3,7 sowie der Euro-Dividendenindex mit bis zu fünf Prozent Dividendenrendite auf.“ Die für Dividendenjäger attraktivsten Branchen sind seiner Ansicht nach Konsum, Telekom, Versorger sowie der Pharma- und Chemiesektor.

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