DAX
- Michael Schröder - Redakteur

2012: Quo vadis, DAX? Ausblick der Profis! (Teil 6)

Ein spannendes Börsenjahr geht zu Ende. Die Schuldenkrise in Europa hat die Aktienmärkte fest im Griff. Doch die Anleger richten den Blick bereits nach vorne. Alle Jahre wieder wird zum Jahreswechsel gerätselt: Was bringt das neue Jahr? Wo steht der heimische Leitindex Ende 2012?

DER AKTIONÄR fragte nach bei Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank.

DER AKTIONÄR: Herr Kater, wie lange wird uns die Schuldenkrise noch beschäftigen?

Dr. Ulrich Kater: Schuldenprobleme, die innerhalb von Jahrzehnten aufgebaut worden sind, lassen sich nicht in wenigen Monaten lösen. Hierzu braucht es Jahre. Der Schuldenabbau ist außerdem eine große Herausforderung für die betroffenen Volkswirtschaften, deren Struktur sich vollständig verändern muss. Denn der Staat wird sich aus wirtschaftlichen Aktivitäten zurückziehen.

Mit welcher Börsenentwicklung rechnen Sie 2012?

Die Schwankungen, die wir bislang schon gesehen haben, werden sich fortsetzen. Einen lang anhaltenden Abwärtstrend an der Börse sehe ich allerdings nur im Fall einer Deflation. Ansonsten bleibt das Bild starker Kursschwankungen vor dem Hintergrund relativ hoher Dividenden bestehen.

Woher nehmen Sie Ihren Optimismus?

Ich hoffe, dass wir mit unserem Bild Realismus verbreiten: Das heißt, weiterhin ein äußerst herausforderndes Marktumfeld aus Politik und Konjunktur, mit vielen Problemfeldern aber auch einigen Chancen.

Wo sehen Sie den DAX am Ende des Jahres 2012?

Bei 6.500 Punkten.

Vielen Dank für das Gespräch!

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