RCM Beteiligungs
- DER AKTIONÄR

"Wir schaffen das!"

Mit einem 2007er-KGV von 5 zählt RCM zu den günstigsten deutschen Immobilienaktien. Im Gespräch mit dem AKTIONÄR kündigt Alleinvorstand Martin Schmitt weitere Expansionsschritte an. Bis zum Jahresende will die Dresdner Immobiliengesellschaft RCM ihren Bestand um weitere 8.700 auf dann 35.000 Quadratmeter aufstocken.

Mit einem 2007er-KGV von 5 zählt RCM zu den günstigsten deutschen Immobilienaktien. Im Gespräch mit dem AKTIONÄR kündigt Alleinvorstand Martin Schmitt weitere Expansionsschritte an.

Bis zum Jahresende will die Dresdner Immobiliengesellschaft RCM ihren Bestand um weitere 8.700 auf dann 35.000 Quadratmeter aufstocken. Die Kaufpreise der in der Vergangenheit größtenteils renoviert erworbenen Wohnungen lagen im Durchschnitt bei 547 Euro pro Quadratmeter.

DER AKTIONÄR: Herr Schmitt, welche Immobilienqualität kann man für 547 Euro pro Quadratmeter erwarten?

MARTIN SCHMITT: Die RCM Beteiligungs AG kauft gut sanierte Mehrfamilienhäuser, die überwiegend zur Zeit der Jahrhundertwende errichtet worden sind. Vor etwa zehn Jahren wurden für diese Immobilien in Dresden um 2.000 Euro pro Quadratmeter bezahlt. Ein Teil der Eigentümer ist jedoch in der Zwischenzeit „Not leidend“ geworden und die Häuser werden zwangsversteigert, daher erzielen wird diese günstigen Preise. In der Regel nehmen wir nur derartige Immobilien in den Bestand, bei denen allenfalls ein geringer Instandhaltungsrückstau zu beseitigen ist.

Wie stark spüren Sie die Fortress-Tochter Wobau, die demnächst an die Börse gebracht werden soll, als Wettbewerber?

Die Wobau hat ein ganz anders strukturiertes Immobilienportfolio als RCM: 70 Prozent der Bestände der Wobau sind bekannterweise sogenannte Plattenbauten, während die RCM in Objekte gehobener Bauqualität investiert. Insofern treffen wir als Wettbewerber nicht aufeinander.

Schaffen Sie 2006 das Ergebnis von 37 Cent je Aktie, das Sie den Aktionären nach IFRS versprochen haben?

Ja, wir schaffen das – sogar auf das erhöhte Kapital.

Wie gehen Ihre Planungen im kommenden Jahr weiter?

Wir sind bisher davon ausgegangen, dass wir im Jahr 2007 ein IAS-Ergebnis von zirka 4,7 Millionen Euro erzielen werden. Die aktuelle Kapitalerhöhung, die uns einen Mittelzufluss von rund 2,3 Millionen Euro beschert, wird jedoch eine deutliche Bestandsausweitung auf zirka 60.000 Quadratmeter im kommenden Jahr zulassen. An den Zielen, pro Jahr 25 Prozent des Bestandes zu veräußern, halten wir jedoch weiterhin fest.

Was bedeutet dies für den Kurs der Aktie?

Die Bestandserhöhung wird sich erst im kommenden Jahr ertragserhöhend auswirken. Möglicherweise können wir 2007 sogar das bisher anvisierte Ergebnis von 52 Cent je Aktie übertreffen, aber die Planungen sind noch nicht endgültig abgeschlossen. Auf alle Fälle liegt unsere Bewertung weit unter dem Durchschnitt der Immobilienaktien in Deutschland.

Neues Kursziel 3,50 Euro

Mit einer für 2007 angepeilten Bestandsfläche von 60.000 Quadratmetern schließt RCM zur Gruppe der mittelgroßen Immobiliengesellschaften Deutschlands auf. Trotz einer Performance von fast 80 Prozent seit Empfehlung in Ausgabe 25/2005 wird die Aktie mit einem 2007er-KGV von 5 weiterhin deutlich unter Wert gehandelt. Da der positive Newsflow in den kommenden Wochen nicht abreißen dürfte, erscheint ein Kursziel von 3,60 Euro realistisch.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 43/2006.

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