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- DER AKTIONÄR

"Versteckte Power"

Die Aktie des Online-Vermarkters Ad Pepper stand zuletzt deutlich unter Abgabedruck. DER AKTIONÄR hat den neuen Finanzvorstand Jens Körner nach den Gründen für die unbefriedigende Kursentwicklung befragt.

Der Online-Werbemarkt boomt - ein paradiesisches Umfeld für Vermarktungsspezialisten wie Ad Pepper. Der Aktienkurs spiegelt dies jedoch nicht wider.

Die Aktie des Online-Vermarkters Ad Pepper stand zuletzt deutlich unter Abgabedruck. DER AKTIONÄR hat den neuen Finanzvorstand Jens Körner nach den Gründen für die unbefriedigende Kursentwicklung befragt.

DER AKTIONÄR: Herr Körner, hat die Börse eine Vorahnung hinsichtlich der Ergebnisse des Jahres 2006 oder worauf führen Sie den 20-prozentigen Kursrückgang seit Anfang Dezember zurück?

JENS KÖRNER: Das Geschäftsjahr 2006 war das beste unserer Firmengeschichte. Nach den Beteiligungsverkäufen von dMarc und Falk zu Beginn des Jahres 2006 fokussieren wir uns im laufenden Jahr auf den Roll-out von Produkten und Services wie „Webgains“, „Mediasquares“ oder „iSense“, die wir bisher nicht oder nur in einzelnen Ländern angeboten haben. Normalerweise sagt man ja, der Markt hat immer recht – angesichts unserer Aktivitäten und Wachstumsperspektiven überlasse ich jedem Leser selbst, sich ein Urteil über die aktuelle Kursentwicklung zu bilden.

Welche Planungen haben Sie hinsichtlich Umsatz und Ergebnis im laufenden Jahr?

Wie gesagt, der Boden ist bereitet, dass Ad Pepper auch in diesem Jahr wieder überproportional vom Marktwachstum profitieren wird. Eine Prognose werden wir vorerst jedoch nicht abgeben. Hier muss ich Sie auf die Ende März anstehende Veröffentlichung unserer 2006er-Zahlen vertrösten. Auch wenn die stärksten Quartale dann noch vor uns liegen, lässt sich sicher schon erkennen, ob sich das Jahr 2007 zwischen „sehr gut“ und „exzellent“ bewegen wird.

Wie sehen Sie Ad Pepper im internationalen Wettbewerb aufgestellt?

Die vergangenen Monate waren geprägt durch Investitionen in Technologien, die uns zu einem der am breitesten aufgestellten Anbieter innerhalb der Branche machen. Ich kenne kein zweites Unternehmen, das Display-, E-Mail-, Response- und Affiliate-Marketing aus einer Hand anbieten kann. Diese Strategie wird sich weiter auszahlen.

Im Rahmen des Verkaufs der Ad-Pepper-Beteiligung dMarc Broadcasting an Google wurden zusätzliche, erfolgsabhängige Abschlagszahlungen vereinbart. Wann erwarten Sie weitere Zahlungseingänge?

Höhe und Zeitpunkt der weiteren Earn-out-Zahlungen kennen wir nicht. Wir gehen aber davon aus, dass wir bis einschließlich 2009 noch von Zahlungen seitens Google profitieren werden.

Wollen Sie Ihre Aktionäre mit einem „Sonderbonus“ an den hohen Sondererträgen des Jahres 2006 teilhaben lassen?

Wir sind nicht nur eine Verkaufsorganisation, sondern auch und insbesondere ein Technologieunternehmen. Und als solches sollte es uns nicht an Ideen und am Geld zur Umsetzung derselben fehlen.

Sie sind selbst über das Mitarbeiteroptionsprogramm mit 30.000 Aktien an Ad Pepper beteiligt. Haben Sie eine Vorstellung über den fairen Wert der Aktie?

Ich werde meine Optionen auf dem aktuellen Kursniveau sicher nicht ausüben, dafür steckt zu viel versteckte Power im Kurs.

Auf die Watchlist

Fundamentale Gründe für den Kursverfall bei Ad Pepper sind derzeit nicht erkennbar. Allerdings mahnt die Charttechnik zur Vorsicht, nachdem die Aktie in der vergangenen Woche unter den in Ausgabe 48/2006 auf 9,20 Euro nachgezogenen Stoppkurs gefallen ist. Vor einem Neueinstieg sollten Anleger zunächst die für Ende März angekündigte Veröffentlichung der 2006er-Zahlen und der Prognosen für 2007 abwarten.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 09/2007.

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