Apple
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

"Unsinn!" Apple-CEO Cook ist wütend

Wird Tim Cook dünnhäutig? Ein neues Buch über die Entwicklung von Apple nach dem Tod von Steve Jobs hat eine ungewöhnlich scharfe Reaktion des heutigen Konzernchefs Tim Cook ausgelöst. "Dieser Unsinn gehört zu einigen anderen Büchern, die ich über Apple gelesen habe", schrieb Cook in einer E-Mail an den Fernsehsender CNBC. Die frühere Wall Street Journal-Reporterin Yukari Iwatani Kane kam in ihrem Buch "Haunted Empire" (etwa: "Das Geister-Imperium") zu dem Schluss, dass Apple den Tod des Firmenpatriarchen Jobs im Herbst 2011 immer noch nicht überwunden habe und Cook kein angemessener Ersatz sei.

Cook zeigte sich trotzig: Die vielen Zweifler hätten Apple schon immer nur stärker gemacht. Die Autorin entgegnete, die Reaktion zeige, dass sie mit ihrem Buch wohl einen Nerv getroffen habe. Apple reagierte bisher meist gar nicht auf Kritik dieser Art.

Warten auf Innovationen

Firmenchef Cook steht nach Ansicht vieler Börsianer und Experten unter Druck, mit einem bahnbrechenden Produkt rasch in eine neue Gerätekategorie vorzustoßen. Apple verdient zwar weiterhin Milliarden, aber mit der Weiterentwicklung von Geräten, die es schon zu Zeiten von Steve Jobs gab. Mit dem iPhone und iPad hatte Apple damals praktisch neue Produktbereiche geschaffen. Laut Medienberichten arbeitet das Unternehmen unter Hochdruck an einer Computer-Uhr.

Die Kritik an Cook ist nicht neu. 2012 schrieb DER AKTIONÄR: Auch für Steve-Jobs-Nachfolger Tim Cook ist alles "Amazing" - doch der Funke springt nicht über. "Apple hat den Typen zum Dirigenten befördert, der früher sicherstellte, dass die Stühle aufgestellt und Instrumente gestimmt sind", kritisiert Autor Lashinsky den ex-Vertriebler.

Dynamik fehlt

(Mit Material von dpa-AFX)

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