ThyssenKrupp
- Stefan Limmer - Redakteur

ThyssenKrupp: RAG-Einstieg vor der Tür?

Ein Medienbereicht hat neue Spekulationen über einen möglichen Einstieg der RAG-Stiftung bei ThyssenKrupp entflammt. Dem Stahlkonzern dürfte eine Beteiligung nur Recht sein. Davor muss ThyssenKrupp jedoch noch einige Bedingungen erfüllen.

ThyssenKrupp steckt wegen milliardenschwerer Fehlinvestitionen in Geldnot. Mutmaßungen über eine mögliche Kapitalerhöhung machten daher in letzter Zeit immer wieder die Runde.

Hauptaktionär dagegen

Für den Traditionskonzern aus dem Ruhpott ist eine Kapitalmaßnahme aber ein heikles Thema. Der Anteil der Krupp-Stiftung an ThyssenKrupp könnte hierdurch verwässert werden. Als derzeitiger Großaktionär würde die Stiftung damit einen Teil seines Einflusses auf den Konzern verlieren und daran besteht sicherlich kein Interesse. Die zweite Möglichkeit an Geld zu kommen wäre ein Einstieg der RAG-Stiftung bei ThyssenKrupp. Die Organisation wurde 2007 vom Bund und Land Nordrhein-Westfalen gegründet, um die Abwicklung des subventionierten Kohlebergbaus in Deutschland zu bewältigen.   

Bedingungen noch nicht erfüllt

In einem Medienbereicht der Süddeutschen Zeitung am Freitag wurde ein Mitarbeiter aus dem Umfeld des RAG-Vorstitzenden Werner Müller damit zitiert, dass über einen Einsteig nachgedacht wird, sollte RAG von ThyssenKrupp oder der Politik darum gebeten werden. Vor diesem Schritt muss der DAX-Konzern jedoch endlich seine defizitären Stahlwerke in Amerika verkaufen und Klarheit bei den noch offenen Kartellfällen schaffen.

Haltposition

DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung zu der ThyssenKrupp-Aktie fest. Investierte Anleger bleiben dabei. Ein Neueinstieg drängt sich derzeit nicht auf. Das erst Kursziel liegt bei 19 Euro.  

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