DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Der "Super Donnerstag" - DAX bald bei 10.000 Punkten?

Große Spannung verspricht der heutige Donnerstag, der "Super Donnerstag". Am Nachmittag steht die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) mit der anschließenden Pressekonferenz und auch der US-Arbeitsmarktbericht für Juni auf der Agenda. DER AKTIONÄR mit einer Vorschau auf die entscheidenden Termine.

13:45 Uhr: EZB-Zinsentscheidung

Erwartet: 0,15 Prozent

Die EZB dürfte es nach ihrer beispiellosen Billiggeld-Offensive im Juni zunächst ruhig angehen lassen, sagte Carsten Brzeski, Chefökonom der ING-Diba. Vor einem Monat hatte sich die EZB mit einem großen Paket gegen die niedrige Inflation im Währungsraum und die stockende Kreditvergabe in großen Teilen Südeuropas gestemmt. Der Leitzins fiel auf das Rekordtief von 0,15 Prozent. Für weitere geldpolitische Kraftakte wäre es nach Einschätzung von Experten noch zu früh. Laut Nachrichtenagentur Bloomberg gibt es keinen Ökonomen, der eine Zinsanpassung erwartet.

14:30 Uhr: Pressekonferenz mit EZB-Chef Mario Draghi

Der Chef der Europäischen Zentralbank wird sich zur Zinsentscheidung äußern. Weitere Informationen über Liquiditätsmaßnahmen beziehungsweise das geplante Programm zum Ankauf von Kreditverbriefungen sind eher nicht zu erwarten.

14:30 Uhr: US-Arbeitsmarktbericht

Umfrageergebnisse:

Arbeitslosenquote: 6,3 Prozent

Erstanträge Arbeitslosenhilfe: 313.000

Registrierte Arbeitslose: 2.560.000

Beim US-Arbeitsmarktbericht sei trotz der gestiegenen Erwartungen eine positive Überraschung möglich, schreibt Dirk Gojny von der National-Bank.

16:00 Uhr: ISM-Index Dienstleistungsgewerbe Juni

Erwartet: 56,3

Der ISM-Dienstleistungsindex ist ein wichtiger Stimmungsindikator für die USA. Der Index wird aufgrund einer landesweiten Befragung von über 400 Einkaufsmanagern im Bereich nicht-verarbeitendes Gewerbe ermittelt.

Nur noch wenige Stunden

Die Zinsentscheidung der EZB am Nachmittag dürfte keine Überraschung parat haben. Auch die Pressekonferenz mit Mario Draghi sollte nicht den gleichen Einfluss auf den Markt haben wie beim letzten Mal, als der Notenbankchef eine Rallye auslöste. Mehr Dramatik verspricht der große Arbeitsmarktbericht. Bis dahin werden sich die Aktienmärkte nicht groß von der Stelle bewegen.

(Mit Material von dpa-AFX und Bloomberg)

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