MOX Telecom
- DER AKTIONÄR

"MOX-Zug in Fahrt"

MOX Telecom zählt zu den führenden Anbietern von CallingCards und Telekommunikationsdiensten in Deutschland und Europa. Eine kleine Kapitalerhöhung zu 7,15 Euro bescherte der Gesellschaft im Juni einen Mittelzufluss von 1,7 Millionen Euro, der unter anderem zur Finanzierung der Auslandsexpansion herangezogen werden soll. DER AKTIONÄR sprach mit dem Gründer, Hauptaktionär und Vorstandssprecher Dr. Günter Schamel über die weiteren Expansionspläne.

Nach missglücktem Börsendebüt ist MOX Telecom ein Comeback geglückt. Die günstige Bewertung lässt Spielraum für weitere Kurssprünge.

MOX Telecom zählt zu den führenden Anbietern von CallingCards und Telekommunikationsdiensten in Deutschland und Europa. Eine kleine Kapitalerhöhung zu 7,15 Euro bescherte der Gesellschaft im Juni einen Mittelzufluss von 1,7 Millionen Euro, der unter anderem zur Finanzierung der Auslandsexpansion herangezogen werden soll. DER AKTIONÄR sprach mit dem Gründer, Hauptaktionär und Vorstandssprecher Dr. Günter Schamel über die weiteren Expansionspläne.

DER AKTIONÄR: Herr Dr. Schamel, warum liegt Ihr Fokus in erster Linie auf den Auslandsmärkten?

DR. GÜNTER SCHAMEL: Wir sehen dort bessere Wachstumschancen als in Deutschland. Zudem sind die Auslandsmärkte noch nicht so wettbewerbsintensiv und ermöglichen so höhere Rohmargen.

Wie erreichen Sie Ihre Kunden in Südafrika, Dubai oder in den USA?

Wir arbeiten in erster Linie über bestehende Distributionskanäle, den Großhandel. Diese vertreiben unsere Produkte, mit denen es Endverbrauchern möglich ist, sich in unser Netz einzuwählen. Über diesen Weg erreichen wir eine schnelle und effiziente Marktdurchdringung. Dabei leiten wir das gesamte Telefonie- Aufkommen über unseren Knoten in Frankfurt.

Dann haben Sie ja eine technische „Achillesferse“ – denn wenn Frankfurt nicht funktioniert, ist MOX komplett lahmgelegt?

Sie können davon ausgehen, dass wir ausreichende Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben, um genau dieses wenig wahrscheinliche Szenario auch unter Risikoaspekten beherrschbar zu machen. Unser „Herz“ in Frankfurt, ein sogenannter Switch befindet sich in speziellen, hochgradig gesicherten Räumlichkeiten in einem sogenannten Carrierhaus. Dennoch: Einen Teil des durch die Kapitalerhöhung zugeflossenen Kapitals werden wir auch dafür verwenden, das Ausfallrisiko weiter zu minimieren.

Welches ist der aussichtsreichste Wachstumsmarkt für Sie?

Wir wollen in den USA im Jahr 2010 zirka 45 Millionen Euro Umsatz machen, das entspricht einem Marktanteil von drei bis vier Prozent. Dies würde ein EBIT in der Größenordnung von etwa drei bis vier Millionen Euro ermöglichen. Im Vergleich zu unserer jetzigen Umsatzgröße wäre das ein ganz bedeutender Schritt nach vorne.

Wie sehen Ihre Ziele für die nächsten drei Jahre aus?

2008 wollen wir den Auslandsanteil von knapp 30 Millionen Euro auf gut 50 Millionen Euro steigern. Der Inlandsanteil geht dann auf rund 36 Prozent zurück, aber das Ergebnis je Aktie wird durch die besseren Erträge im Ausland voraussichtlich von geplanten 0,93 Euro im laufenden Jahr auf 1,90 Euro springen – konservativ gerechnet. Wir planen außerdem für das Geschäftsjahr 2009 mit einem Umsatz von rund 120 Millionen Euro und basierend auf dem heutigen Grundkapital von 2,64 Millionen Euro mit einem Ergebnis je Aktie zwischen 2,50 und 3,00 Euro.

Wie sicher sind Ihre Skaleneffekte?

Ob wir über unseren Switch eine Milliarde Telefonminuten leiten, wie es 2006 möglich war, oder zwei Milliarden, macht technisch relativ wenig Unterschied. Die Kosten bei unseren Lieferanten, sogenannte Carriern, steigen jedoch unterproportional, so dass es möglich ist, größere Margen zu erzielen.

Wie zuversichtlich sind Sie, dass Sie die oben genannten Ertragsziele tatsächlich erreichen können?

Ich kann Ihnen versichern, dass wir bei MOX alles daran setzen werden, diese ehrgeizigen Pläne auch Realität werden zu lassen. Fakt ist: Die Weichen sind gestellt und der „Zug MOX“ hat Fahrt aufgenommen. Er wird seine Fahrt sogar noch ganz deutlich beschleunigen – das zeigt eindrucksvoll die dynamische Entwicklung der letzten Quartale.

Weit unter dem fairen Wert

Nach dem misslungenen Börsenstart wird MOX derzeit neu entdeckt. Trotz des jüngsten Kursanstiegs ist die Aktie auf aktuellem Niveau mit einem 2008er-KGV von 5 ein echtes Schnäppchen. Auch wenn man einen leichten Risikoabschlag auf die Prognosen vornimmt, erscheint ein Kursniveau von mindestens 15 Euro gerechtfertigt.

Kursziel bei MOX: 15,00 Euro. Stopp: 7,00 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 28/2007.

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