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- DER AKTIONÄR

"Mehrere Verkäufe geplant"

Von der Masse gewöhnlicher Beteiligungsgesellschaften unterscheidet sich Arques Industries grundlegend. Schließlich beteiligt sich das in Starnberg ansässige Unternehmen ausschließlich an ertragsschwachen, sanierungsbedürftigen Firmen. Diese werden wieder auf Gewinnkurs gebracht, indem erfahrene Sanierungsspezialisten von Arques sofort nach den Übernahmen vor Ort mit der Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen beginnen.

Arques Industries wird 2006 mit einem Rekordgewinn von mehr als drei Euro pro Aktie abschließen. Im nächsten Jahr dürfte sich der Wachstumskurs des Beteiligungsspezialisten fortsetzen.

Von der Masse gewöhnlicher Beteiligungsgesellschaften unterscheidet sich Arques Industries grundlegend. Schließlich beteiligt sich das in Starnberg ansässige Unternehmen ausschließlich an ertragsschwachen, sanierungsbedürftigen Firmen. Diese werden wieder auf Gewinnkurs gebracht, indem erfahrene Sanierungsspezialisten von Arques sofort nach den Übernahmen vor Ort mit der Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen beginnen.

Günstige Kaufpreise

Durch die Fokussierung auf Unternehmen mit Ertragsproblemen kommt Arques stets sehr günstig zum Zuge. Oftmals entrichten die Starnberger lediglich einen symbolischen Kaufpreis von einem Euro. Hinzu kommt, dass sämtliche Sanierungsaufwendungen den Beteiligungen in Rechnung gestellt werden. Infolgedessen beschränken sich die finanziellen Risiken auf die außerordentlich niedrigen Einkaufspreise. Interessant ist zudem, dass Arques gelegentlich Beteiligungen unter ihrem Substanzwert erwirbt, woraus sogenannte Bargain-Purchase-Erträge resultieren. Darüber hinaus werden Gewinne durch Beteiligungsverkäufe und die Partizipation am operativen Geschäft der Beteiligungen generiert.

Im Gespräch mit dem AKTIONÄR bekräftigte Unternehmenssprecher Christian Schneider, dass „für 2007 mehrere Beteiligungsverkäufe geplant sind“. Des Weiteren soll das bewährte Arques-Geschäftsmodell laut Schneider auf Europa ausgeweitet werden. Hierfür seien bereits 2006 Niederlassungen in Spanien, Österreich und der Schweiz gegründet worden. Diese Tochtergesellschaften sollen langfristig an der Börse platziert werden, so Schneider.

Planzahlen angehoben

Für das laufende Geschäftsjahr hat Arques die EBITDA-Prognose von 80 auf 120 Millionen Euro angehoben. 2007 soll das EBITDA dann auf 180 Millionen Euro steigen, nachdem bisher 130 Millionen Euro in Aussicht gestellt wurden. In den Folgejahren will Arques den profitablen Wachstumskurs europaweit durch weitere Akquisitionen forcieren.

Deutlicher Gewinnanstieg ist realistisch

Aufgrund der geplanten Beteiligungsverkäufe ist bei Arques im kommenden Jahr ein deutlicher Gewinnanstieg durchaus realistisch. Zudem überzeugen die langfristigen Wachstumschancen, denn die Starnberger beteiligen sich nur an Firmen, bei denen durch Sanierungsprogramme eine überdurchschnittliche Profitabilität erreicht werden kann. Neben dem cleveren Geschäftsmodell sorgt auch die Expansion in Europa für Kursfantasie.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 52/06 - 01/07.

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