First Sensor
- DER AKTIONÄR

"Läuft wie geschmiert"

Silicon Sensor weist seit dem Börsengang ein kontinuierliches und kräftiges Wachstum auf. Nach dem Rekordjahr 2006 folgte ein furioser Start ins Geschäftsjahr 2007. DER AKTIONÄR hat Vorstandschef Dr. Hans-Georg Giering zu dem „Erfolgsgeheimnis“ befragt.

Silicon Sensor weist seit dem Börsengang ein kontinuierliches und kräftiges Wachstum auf. Nach dem Rekordjahr 2006 folgte ein furioser Start ins Geschäftsjahr 2007. DER AKTIONÄR hat Vorstandschef Dr. Hans-Georg Giering zu dem „Erfolgsgeheimnis“ befragt.

DER AKTIONÄR: Herr Dr. Giering, was ist das Geheimnis für die außerordentlichen Wachstumsraten bei Silicon Sensor?

DR. GIERING: Unser Geschäft läuft schon seit einigen Jahren wie geschmiert. Ein Hauptgrund für die gute Geschäftsentwicklung ist das über die Jahre aufgebaute Vertrauen unserer Kunden. Immerhin haben die meisten Kunden uns als Single Source Lösung gewählt und damit in einem strategisch wichtigen Feld keinen „Ausweichlieferanten“. Des Weiteren haben wir bei der Entwicklung und Zertifizierung unserer Bauteile jeweils einen sehr langen Weg bis zum eigentlichen Produktionsstart vor uns. Jetzt beginnen wir, die Früchte vorhergehenderEntwicklungen zu ernten.

Hat die Übernahme der Dresdner MPD zum starken Geschäftsaufschwung beigetragen, oder stammen die Impulse primär aus dem Berliner Stammhaus?

Erfreulicherweise stammen die Zuwächse aus allen unseren Geschäftsbereichen. Die wesentlichsten Wachstumsimpulse kamen im letzten Jahr aus unserem Berliner Stammhaus. Aber natürlich hat auch die erfolgreiche Eingliederung der MPD GmbH in Dresden stark dazu beigetragen.

Sie sind derzeit dabei, die Dresdner Reinraumkapazitäten zu erweitern. Was passiert mit den Produktionskapazitäten, wenn der Auftragseingang vom Großkunden Infineon nicht mehr so stark sein sollte, wie er heute ist?

Sicher ist der Auftrag von Infineon zur Lieferung von 100 Millionen Siliziummikrophonen in den nächsten fünf Jahren ein wichtiger Grund für diese Investitionsentscheidung, aber bei weitem nicht der einzige. Auch andere Kunden warten dringend auf die Erweiterung der Fertigungskapazitäten in Dresden. Seit der Fertigstellung im Mai steht uns jetzt die doppelte Produktionsfläche in einer qualitativ noch besseren Form zur Verfügung. Damit sind wir ein Stück leistungsfähiger als bisher.

Gibt es beim Abstandstempomat schon ein Nachfolgeprojekt, oder ist dies immer noch auf einen Kunden, nämlich Chrysler, konzentriert?

Wir freuen uns zunächst, dass die ersten Systeme sehr positiv vom Markt aufgenommen wurden. Derzeit stehen wir in Verhandlungen, das Liefervolumen auszuweiten und zwar sowohl in Richtung des bestehenden Kunden als auch für andere Automobilhersteller. Ich möchte den Verhandlungen nicht vorgreifen, aber ich kann Ihnen dazu sagen, dass wir in den nächsten Jahren in diesem Feld ein sehr gesundes Wachstum erwarten.

Wie muss man Silicon Sensor im Jahr 2010 einordnen – wie sind die mittelfristigen Wachstumsaussichten?

Die mittelfristigen Wachstumsaussichten sind ausgesprochen positiv. Bis zum Jahr 2010 wollen wir unser Geschäft wiederum verdoppeln. Aus heutiger Sicht werden wir circa 60 Millionen Euro Umsatz erzielen. Dabei werden wir unsere Ertragsstärke sicher beibehalten können. Das heißt wir rechnen für 2010 mit einem EBIT von über zehn Millionen Euro. Bezogen auf unsere Aktienzahl würde das einem Ergebnis pro Aktie von rund 2,02 Euro und einem KGV von rund 8 entsprechen. Damit sind wir derzeit sicher günstig bewertet und bieten neuen Aktionären ein ansprechendes Einstiegsniveau mit entsprechendem Wertsteigerungspotenzial.

Sind Sie mit dem aktuellen Kurs der Silicon-Aktie zufrieden?

Letztendlich ist der Kurs Ausdruck der Attraktivität einer Unternehmung so wie sie von allen Marktteilnehmern wahrgenommen wird. Wir werden mit unserer Arbeit dazu beitragen, dass die Attraktivität der Silicon Sensor International AG auch in der Zukunft weiter zunimmt und damit unseren Beitrag für eine positive Kursentwicklung leisten.

Hervorragende Perspektiven

Für das laufende Jahr sind bei Silicon Sensor Umsatzerlöse von 41 bis 42 Millionen Euro und ein Gewinn je Aktie von 1,00 Euro realistisch. Einen beträchtlichen Anteil daran dürfte der Ende letzten Jahres begonnene Auslieferungsstart für Automobil-Abstandssensoren haben. Durch neue Anwendungsbereiche, wie die in der Entwicklung befindlichen Infrarot- Lösung für Nachtsichtfunktionen im Fahrzeug verbreitern die Berliner sukzessive ihr Portfolio und erschließen sich neue Wachstumsfelder. Mit einem 2008er-KGV von knapp 14 ist die Aktie angesichts hoher zweistelliger Gewinnwachstumsraten und hervorragender Perspektiven noch günstig bewertet.

Kursziel bei Silicon Sensor: 25,00 Euro. Stopp: 14,50 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 26/2007.

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| Jochen Kauper | 0 Kommentare

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