K+S
- Norbert Sesselmann - Redakteur

„K+S ist die unattraktivste Aktie“

Gestern bekam die Aktie von K+S mächtig eine auf die Mütze. Der Grund: Merrill Lynch sieht für den Salz- und Düngemittelkonzern kein Potenzial und stuft den DAX-Titel von „Neutral“ auf „Underperform“ ab. DER AKTIONÄR ist anderer Meinung.

Merrill Lynch hat K+S nach einer von der US-Investmentbank organisierten Agrarkonferenz von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft, das Kursziel aber auf 34 Euro belassen. Die Preiserholung bei Kalidünger dürfte nur moderat ausfallen, schrieb Analyst Andrew Stott in einer Studie vom Montag. Das belaste den Salz- und Düngemittelkonzern.

Schon eingepreist

Die wichtigsten Produzenten fokussierten sich auf steigende Nachfrage und entsprechend steigende Volumina - von diesem Szenario kaum steigender Preise bei robustem Absatzwachstum könnten kostenintensive Hersteller wie K+S kaum profitieren. In den Markterwartungen sei eine Preiserholung bei Kalidünger zudem schon eingepreist. Außerdem ziehe der Investitionsbedarf kräftig an. Hinzu komme eine Unsicherheit für den europäischen und brasilianischen Markt durch die Konsolidierung. Auf diesen Märkten generiere K+S 71 Prozent der Umsätze. Die mit "Underperform" eingestuften Aktien sind laut der Investmentbank Merrill Lynch die unattraktivsten in ihrem Bewertungshorizont.

Dünger für das Depot

DER AKTIONÄR sieht bei der K+S-Aktie dennoch reichlich Kurspotenzial. Schaut man aktuell die Bewertung an, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Aktie wieder in Schwung kommt: Das 2013er-KGV liegt gerade einmal bei 12. Im Schnitt waren die Anleger in den vergangen zehn Jahren dazu bereit, das 15-Fache des Gewinns zu zahlen. Im Zuge einer positiven Gesamtmarktstimmung könnte das Papier langfristig durchaus wieder in den Bereich von 60 Euro vorstoßen. Die Rechnung ist ganz einfach: Im Jahr 2015 erwarten die Experten einen Gewinn pro Aktie von vier Euro - bei einem KGV von 15 käme man auf einen fairen Wert von 60 Euro. Eine Dividendenrendite von rund vier Prozent sollte den Kurs zudem nach unten absichern.

Mit Material von dpa-AFX

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