- DER AKTIONÄR

"Heuschreckenalarm"

Der niederländische Private-Equity-Investor Waterland will den deutschen IT-Dienstleister Arxes übernehmen. Kleinaktionäre sollten aber auf das Angebot nicht eingehen.

Der niederländische Private-Equity-Investor Waterland will den deutschen IT-Dienstleister Arxes übernehmen. Kleinaktionäre sollten aber auf das Angebot nicht eingehen.

Von Thomas Bergmann

Dass Deutschlands Unternehmenslandschaft ein Paradies für Schnäppchenjäger ist, ist nichts Neues. Jetzt wollen ausländische "Heuschrecken" auf dem heimischen IT-Markt zuschlagen. Jüngstes Opfer: die Arxes Network Communication Consulting AG. Die niederländische NDO Services, eine Tochter der Private-Equity-Investmentgesellschaft Waterland, bietet im Wege eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebotes 2,40 Euro pro Arxes-Aktie; dies entspricht einem Aufschlag von 15,3 Prozent auf den Schlusskurs von gestern. Voraussetzung für die Zahlung des Kaufpreises ist aber, dass mindestens 75 Prozent des Aktienkapitals das Angebot annehmen.

Sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat von Arxes haben bereits Bereitschaft signalisiert, Waterland ihre Aktien anzudienen. Zu gegebener Zeit soll auch eine begründete Stellungnahme zu dem Angebot erfolgen. Laut NDO soll Arxes als eigenständiges Unternehmen unter Beibehaltung seines Sitzes und der Standorte der wesentlichen Unternehmensteile fortgeführt werden.

Fazit: Aus Sicht des AKTIONÄRS dürfte der Großteil der Arxes-Aktionäre das Angebot von Waterland als zu niedrig ablehnen. Der faire Wert dürfte bei etwa drei Euro liegen. Anleger, die Geduld haben und einen geeigneten Festgeldersatz suchen, sollten sich ein paar Arxes-Anteile sichern.

 

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