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- Marion Schlegel - Redakteurin

„Freispruch“ für Apple: Aktie mit neuem Rekordhoch

Millionen Nutzer können aufatmen: Die Nacktfotos von Stars wie Jennifer Lawrence sollen nicht durch eine Sicherheitslücke in Apple-Diensten erbeutet worden sein. Es habe sich vielmehr um sehr gezielte Attacken auf die Konten der einzelnen Prominenten gehandelt, teilte Apple am Dienstag nach ersten Untersuchungen mit. Dabei hätten die Angreifer es auf Nutzernamen, Passwörter und zusätzliche Sicherheitsfragen der Promis abgesehen, mit deren Hilfe sie schließlich Zugang zu den Inhalten ergatterten.

Die Ermittlungen
In anonymen Foren war mit der Veröffentlichung Dutzender Nacktfotos der Stars auch behauptet worden, die Bilder stammten aus dem iCloud-Dienst. Das hatte Spekulationen über Sicherheitslücken ausgelöst, denen der iPhone-Konzern Apple nachging. Entgegen einigen Vermutungen sei auch das System zum Auffinden verlorener iPhones nicht der Ansatzpunkt für die Attacke gewesen.
Es ist eine übliche Masche von Online-Kriminellen, die Nutzer Passwörter zum Beispiel mit Hilfe fingierter E-Mails eintippen zu lassen. Ein Problem mit typischen Sicherheitsfragen wie Lieblingsfarbe oder Geburtsort ist im Fall von Prominenten, dass solche Informationen oft allgemein bekannt sind.
Die Fotos waren am Sonntag veröffentlicht worden. Betroffen waren unter anderem auch Model Kate Upton und die Schauspielerin Kirsten Dunst. In dem Fall fahndet inzwischen auch die Bundespolizei FBI nach den Tätern. Während die Echtheit einiger Fotos bestätigt wurde, wurden andere zu Fälschungen erklärt.

Aktie unbeirrt auf Rekordjagd
Für Apple kämen Zweifel an der Sicherheit seiner Dienste zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: Das Unternehmen will kommende Woche voraussichtlich neue iPhones und einen mobilen Bezahldienst vorstellen. Da ist Vertrauen der Kunden besonders wichtig. Nun können sich Anleger aber auf den 9. September konzentrieren. Am Dienstag hatte die Aktie bereits bei 103,74 Dollar ein neues Allzeithoch markiert. Investoren sollten ihre Gewinne unter Berücksichtigung des Stopps bei 58 Euro weiter laufen lassen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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