- DER AKTIONÄR

"Florierende" Geschäfte

Der Agrochemiekonzern Yara hat im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis erzielt. Für die Zukunft stehen die Zeichen ebenfalls günstig. Dabei setzt Yara verstärkt auf Expansion.

Der Agrochemiekonzern Yara hat im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis erzielt. Für die Zukunft stehen die Zeichen ebenfalls günstig.

Von Ingo Hübner

Die Weltbevölkerung steigt und mit ihr der Nahrungsbedarf. Da Experten der UN-Welternährungsbehörde (FAO) davon ausgehen, dass die landwirtschaftlich genutzten Flächen auf der Erde nicht mehr wesentlich weiter ausgebaut werden können, wird in Zukunft nahezu die gleiche Fläche immer mehr Menschen ernähren müssen. Eine mögliche Perspektive ist die Intensivierung der Bodennutzung.Dies geschieht in der konventionellen Landwirtschaft mittels Einsatz von Düngemitteln und dabei vor allem von Mineraldünger. Das ist die Zukunftsfantasie für den Agrochemiekonzern Yara.

Erfolgreicher Spin-off

Yara, das im vergangenen Jahr aus einem Spin-off des norwegischen Rohstoffgiganten Norsk Hydro hervorgegangen ist, zählt zu den gewichtigeren Spielern im internationalen Geschäft mit Mineraldüngern. Zurzeit ist dieses Geschäft stark nachfragegetrieben und die Konzerne können hohe Preise für ihre Produkte erzielen. Von diesem Umstand hat Yara im Geschäftsjahr 2004 bereits deutlich profitiert. So erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 6,38 Milliarden Dollar und einen Rekordgewinn von 560 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor hatte Yara einen Gewinn von "gerade einmal" 311 Millionen Dollar verbucht. Trotz des hohen Gewinnanstiegs besitzt das Papier zurzeit nur ein KGV von 10.

Wachstums-Initiativen

Damit es für den Konzern in Zukunft ähnlich erfolgreich weiterläuft, hat man einige Wachstumsinitiativen ergriffen. In Katar beabsichtigt Yara, eine fünfte Düngerfabrik zu bauen, in Russland haben sich die Norweger an dem Produzenten Rossosh beteiligt, sowie in Chile bei dem Spezialdüngerproduzenten SQM die bestehende Beteiligung ausgebaut. Das Ziel dahinter ist klar: Je mehr Ressourcen Yara an der Quelle kontrolliert, desto höher und stabiler sind die Margen. Denn eine Garantie für dauerhaft hohe Preise gibt es auch in diesem Geschäft nicht. Darüber hinaus hat der Konzern vor kurzem erfolgreich eine Anleihe über 500 Millionen Dollar platziert. Damit ist die finanzielle Basis geschaffen, um auch künftig die Produktion ausbauen oder andere Produzenten übernehmen zu können. Längst nicht ausgereizt Wenngleich Yara in der Vergangenheit bereits ein hohes Wachstum vorgelegt hat und es in Zukunft wahrscheinlich eher etwas gemäßigter weitergehen wird, ist das Potenzial des Papieres noch längst nicht ausgereizt. Dazu muss man sich nur die Prognosen der Welternährungsbehörde vor Augen führen. Für mittelfristig orientierte Anleger sollte sich der Einstieg lohnen.

Yara

 

ISIN NO0010208051
Kurs am 01.04.2005 11,79 €
Empfehlungskurs 11,55 €
Ziel 15,00 €
Stopp 10,00 €
KGV 05e 10
Chance/Risiko 3/2

 

Hinweis: Der Artikel ist in Ausgabe #14/05 von DER AKTIONÄR erschienen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV