HANA BIOSCIENCES DL-,001
- DER AKTIONÄR

"Eine Momentaufnahme"

Zugegeben, die Entwicklung war mehr als ärgerlich: Erst im Juni wurde die Aktie von Hana Biosciences im AKTIONÄR nach einer Korrektur neuerlich zum Kauf empfohlen. Doch in einem schwachen Markt, der geprägt wurde durch Inflationsängste und die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten, setzte sich die Talfahrt des Hana-Papiers fort. Mit einem Minus von 25 Prozent wurde die Aktie schließlich ausgestoppt.

Kurzfristig trüben Kursverluste den Blick auf die Aktie von Hana Biosciences. Mittel- bis langfristig sind die Perspektiven aber nach wie vor ausgezeichnet.

Zugegeben, die Entwicklung war mehr als ärgerlich: Erst im Juni wurde die Aktie von Hana Biosciences im AKTIONÄR nach einer Korrektur neuerlich zum Kauf empfohlen. Doch in einem schwachen Markt, der geprägt wurde durch Inflationsängste und die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten, setzte sich die Talfahrt des Hana-Papiers fort. Mit einem Minus von 25 Prozent wurde die Aktie schließlich ausgestoppt. Fundamentale Gründe für die jüngsten Kurskapriolen hingegen lassen sich nicht finden. Im Gegenteil, im Hintergrundgespräch mit dem AKTIONÄR bestätigte Hana-Chef Mark Ahn, dass beim Unternehmen alles nach Plan läuft.

"Gut gehalten"

„Die jüngsten Kursverluste sind nur eine Momentaufnahme, für die es aus fundamentaler Sicht keine Ursachen gibt“, versichert Ahn. Zudem dürfe man nicht vergessen, dass 2006 ohnehin ein Jahr sei, in dem es Biotech-Aktien bei Anlegern schwer haben. Da habe sich Hana noch recht gut gehalten. Im Jahresvergleich hat sich die Hana-Aktie immer noch nahezu verdoppelt, während das Branchenbarometer Nasdaq Biotech Index immer noch deutlich im Minus liegt.

Voraussetzungen stimmen

Die Voraussetzungen für einen nachhaltigen Aufschwung sieht Ahn als gegeben: Der Antrag auf Zulassung des Medikamentes Zensana wurde fristgerecht zum 30. Juni 2006 bei den US-Behörden eingereicht. Mit der Zulassung, für das Mittel, das gegen Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie eingesetzt werden soll, rechnet Hana im ersten Halbjahr 2007. Bis Ende dieses Jahres will Hana die Erlaubnis von der US-Gesundheitsbehörde FDA erhalten, mit den Phase-III-Tests mit dem potenziellen Blutkrebsmittel Marqibo zu beginnen. Den experimentellen Wirkstoff hatte Hana erst im Mai 2006 von der Firma Inex einlizenziert. Auch bei Talotrexin, das unter dem Namen Talvesta verkauft werden soll, verläuft die Entwicklung planmäßig. Zum Ende dieses Jahres will Hana Daten aus einer laufenden Studie der Phase II präsentieren. In dieser wird Talvesta auf seine Eignung zur Behandlung von Lungenkrebs geprüft. Am Geld wird die erfolgreiche Fortentwicklung der Produktkandidaten nicht scheitern: Nach mehreren erfolgreichen Kapitalmaßnahmen ist die Hana-Kasse mit rund 50 Millionen Dollar gut gefüllt.

Schlechtes Timing

Die Kaufempfehlung im Juni hat sich im Nachhinein als zu früh erwiesen, wie die jüngste Talfahrt bewiesen hat. Dies ändert jedoch nichts an den langfristig sehr guten Perspektiven für das Unternehmen. Risikobereite Anleger nutzen deshalb das aktuelle Niveau zum Aufbau einer kleinen Position.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 32/2006.

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