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- DER AKTIONÄR

"Ein Diamant"

Ad Pepper stellt mit den vorgelegten Halbjahreszahlen – der Umsatz kletterte um 70 Prozent auf 21,2 Millionen Euro und der Gewinn von -0,5 auf 6,8 Millionen Euro – seine Wachstumsstärke eindrucksvoll unter Beweis. Damit ist die Aktie trotz des KGVs von 20 keinesfalls zu teuer. Ad-Pepper-Vorstandschef Ulrich Schmidt gibt Einblick in die aktuelle Lage und die Aussichten des Internetwerbevermarkters.

Ad Pepper stellt mit den vorgelegten Halbjahreszahlen – der Umsatz kletterte um 70 Prozent auf 21,2 Millionen Euro und der Gewinn von -0,5 auf 6,8 Millionen Euro – seine Wachstumsstärke eindrucksvoll unter Beweis. Damit ist die Aktie trotz des KGVs von 20 keinesfalls zu teuer. Ad-Pepper-Vorstandschef Ulrich Schmidt gibt Einblick in die aktuelle Lage und die Aussichten des Internetwerbevermarkters.

DER AKTIONÄR: Die Werbeausgaben im Internet wachsen stark. Ihnen müssten die Aufträge doch nur so zufliegen?

ULRICH SCHMIDT: Wir leben keineswegs im Schlaraffenland. Es ist ein hartes Tagesgeschäft im Vertrieb und in der Websitebetreuung, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden. Die Kundenloyalität kann man sich nur durch überdurchschnittliche Ergebnisse sichern.

Sie haben eine Reihe von Unternehmen übernommen. Ist der Erwerb der Crystal Systems Reference der erwartete große Wurf?

Crystal ist ein ungeschliffener Diamant, dessen Einfluss auf unsere Umsätze derzeit gar nicht abzusehen ist. Mit dem semantischen Targetingansatz haben wir eine echte Innovation, die sich von herkömmlichen Contextual Targetingmethoden deutlich unterscheidet. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dies für alle unsere Werbekampagnen nutzbar zu machen, da wir dadurch die Performance erheblich steigern werden. Dies wird sich in höheren Preisen und Umsätzen bemerkbar machen.

Was bedeutet „semantisches Targeting"?

Contextual Targeting Systeme schauen sich die vom Nutzer eingegebenen Keywords an und vergleichen diese mit den Keywords einer Website. Das führt oft zu ungenauen Ergebnissen. Berichtet eine Nachrichtenseite etwa über eine Messerstecherei, blenden solche Systeme Werbung für Messer ein. Crystal Semantics schafft es, Websitetexte im Context zu analysieren. Um beim Beispiel der Messerstecherei zu bleiben: Crystal erkennt, dass es sich um einen Bericht über ein Verbrechen handelt. Wir würden dann eine passende Kampagne zum Beispiel zum Thema „Sicherheit“ oder „Selbstverteidigung“ einblenden. Diese Genauigkeit verbessert das Kampagneresultat vielfach.

Welche Zuwachsraten sehen Sie bei diesem Vertriebskanal?

Der Markt ist bisher um circa 60 Prozent jährlich gewachsen, da wollen wir natürlich mitmachen. Mit 83 Prozent der Bilanzsumme sind die Eigenmittel weit überdurchschnittlich.

Ist Ihr Geschäft so risikoreich, dass Sie so viel Liquidität anhäufen müssen?

Wir haben unsere Liquidität bisher immer sorgfältig investiert und dadurch Marktkapitalisierung und Rendite stetig nach vorne entwickelt. Die Erhöhung der Liquidität kam vor allem durch die außerordentlichen Effekte unserer Veräußerungsgewinne an dMarc und Falk zustande. Wir haben dadurch natürlich mehr Spielraum für zukünftige Investitionen, werden aber diesbezüglich mit gleichem Augenmaß den bisher eingeschrittenen Weg fortsetzen.

Die Analysten erwarten für 2006 ein Umsatzwachstum von fast 40 Prozent. Ist dies sportlich oder eher konservativ gerechnet?

Wenn man sich die Wachstumsraten des ersten Halbjahres ansieht, ist es sicherlich eher konservativ, wobei die 70 Prozent des ersten Quartals nicht als Maßstab für das Gesamtjahr genommen werden sollten, da insbesondere das umsatzstärkste vierte Quartal einen zu hohen Anteil am Jahresergebnis hat.

Wachstumsstark

Ad Pepper stellt mit den vorgelegten Halbjahreszahlen – der Umsatz kletterte um 70 Prozent auf 21,2 Millionen Euro und der Gewinn von -0,5 auf 6,8 Millionen Euro – seine Wachstumsstärke eindrucksvoll unter Beweis. Damit ist die Aktie trotz des KGVs von 20 keinesfalls zu teuer. Spekulativ orientierte Anleger sollten den Wert um 10,50 Euro einsammeln.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 35/2006.

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