Impera Total Return
- DER AKTIONÄR

"Deutlicher Rückenwind"

Die Frankfurter Beteiligungsgesellschaft Impera Total Return zählt zweifelsohne zu den Gewinnern der wiedererwachten IPO-Euphorie. Die in AKTIONÄRS-Ausgabe 48/2005 empfohlene Gesellschaft erzielte im ersten Quartal 2006 einen Gewinn je Aktie in Höhe von 2,56 Euro und übertraf damit bereits nach drei Monaten das Ergebnis des Gesamtjahres 2005.

Die Frankfurter Beteiligungsgesellschaft Impera Total Return zählt zweifelsohne zu den Gewinnern der wiedererwachten IPO-Euphorie. Die in AKTIONÄRS-Ausgabe 48/2005 empfohlene Gesellschaft erzielte im ersten Quartal 2006 einen Gewinn je Aktie in Höhe von 2,56 Euro und übertraf damit bereits nach drei Monaten das Ergebnis des Gesamtjahres 2005.

DER AKTIONÄR: Herr Löw, Gratulation zu den hervorragenden Quartalszahlen. Sie haben im ersten Quartal 2006 einen höheren Nettogewinn erzielt als im gesamten Geschäftsjahr 2005. Was ist das Erfolgsrezept der Impera Total Return AG?

Günther Paul Löw: Als wir im September 2004 unsere Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, sind wir von einer Wiederbelebung der Emissionstätigkeit beziehungsweise des IPO-Marktes in Deutschland ausgegangen. Deshalb lag unser Fokus von Beginn an auf reifen, kapitalmarktnahen Unternehmen. Die Entwicklung des Marktes hat unsere Erwartungen übertroffen und uns deutlich Rückenwind verschafft. Darüber hinaus schätzen die Emittenten sicherlich unsere unkomplizierte und verlässliche Arbeit, die kurzen Entscheidungswege und unser Feeling für den Kapitalmarkt.

Impera tätigt seine Investments meist in einer sehr späten Pre-IPO-Phase oder direkt beim IPO. Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Beteiligungen aus?

Da unsere Finanzmittel derzeit noch nicht für große und langfristig angelegte Investments ausreichen, sollten unsere Beteiligungen ausreichend finanziert und alleine überlebensfähig sein - also keine "Cashburner". Weitere Kriterien sind ein überzeugendes Geschäftsmodell, ein hervorragendes Management und ein ernsthaftes Interesse am Gang an die Börse.

Wie sieht Ihre Exit-Strategie nach einem Börsengang aus: Realisieren Sie Ihre Zeichnungsgewinne kurzfristig oder bleiben Sie bei einzelnen Beteiligungen noch längerfristig an Bord?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich wollen Pre-IPO-Investoren ihr Geld in einem Zeitraum von 12 bis 18 Monaten verdoppeln. Insofern bedingt der Einstiegszeitpunkt den Zeitpunkt des Verkaufs. Darüber hinaus verstehen wir uns aber viel mehr als Kapitalmarktteilnehmer, der dem Emittenten im Vorfeld des Börsengangs eine Bewertung für sein Pricing ermöglicht. Werden diese Bewertungsvorstellungen beim oder nach dem IPO nicht realisiert oder sehen wir eine Unterbewertung, handeln wir wie jeder andere Value Investor.

Freiwerdende Gelder fließen in neue, zumeist vorbörsliche Beteiligungen. Haben Sie bereits weitere IPO-Kandidaten im Portfolio?

Vor etwa eineinhalb Jahren sind wir mit rund einer Million Euro Eigenkapital und einer Anleihe von vier Millionen Euro gestartet. Um eine gesunde Mischung in unserem Portfolio zu realisieren, haben wir mit steigender Finanzkraft auch längerfristige Investments aufgenommen, die beim Exit einen höheren Return ermöglichen. Dies erhoffen wir uns von unseren Beteiligungen an der Transflow Informationslogistik AG, der n.runs GmbH, der Primag AG und der Die Skonto AG.

Angenommen, das Umfeld für Neuemissionen bleibt positiv. Halten Sie es in diesem Fall für möglich, im weiteren Jahresverlauf an das starke Ergebnis des ersten Quartals anknüpfen zu können?

An der Börse verlaufen niemals alle Quartale gleich - denken Sie an die ruhigeren Sommermonate. Deshalb gehen wir nicht davon aus, dass wir die sehr starken ersten drei Monate hochrechnen und in jedem Quartal ein Netto-Ergebnis von über 1,8 Millionen Euro erzielen können. Zunächst einmal haben wir uns für das Gesamtjahr 2006 eine Verdoppelung des Gesamtjahresergebnisses vorgenommen.

Impera hat rund fünf Prozent der Anteile an dem Medien-Dienstleister Wige Media AG übernommen, der bereits seit November 2000 im General Standard notiert ist. Was versprechen Sie sich von diesem Investment? Haben Sie einen neuen Highflyer entdeckt?

Wir kennen die Wige Media AG bereits seit dem Börsengang gut. Die Gesellschaft erfüllt alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Investment: Sie hat ein erfahrenes Management, ist mit großem Abstand Marktführer für Sport- und Entertainmentproduktionen und nach erfolgter Umstrukturierung ein schuldenfreies, profitables Wachstumsunternehmen. Sportrechte bleiben die Hot Issues für TV-Anstalten, Kabelnetzbetreiber und das Internet. Und Wige hat hier als Full-Service-Dienstleister eine Alleinstellung in Deutschland und Europa.

Sie planen die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 1:1. Dürfen sich Impera-Aktionäre auf weitere Überraschungen, etwa eine Dividende für 2006, freuen?

Wir wissen, dass die Ausschüttung einer Dividende für viele Aktionäre ein wichtiges Argument ist. Im derzeitigen Börsenumfeld halten wir es allerdings für lukrativer, wenn wir den Bilanzgewinn der Impera Total Return AG gewinnbringend reinvestieren und unsere Aktionäre von Kurssteigerungen profitieren.

 

 

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