SYGNISPharma
- DER AKTIONÄR

"Blockbuster-Potenzial"

Bei Sygnis ist schon bald mit interessantem Newsflow zu rechnen. Dies könnte die Aktie aus ihrem Dornröschenschlaf wecken. DER AKTIONÄR sprach mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sygnis AG, Dr. Alfred Bach, über die Chancen des am weitesten fortgeschrittenen Produktkandidaten AX200.

DER AKTIONÄR sprach mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sygnis AG, Dr. Alfred Bach, über die Chancen des am weitesten fortgeschrittenen Produktkandidaten AX200.

DER AKTIONÄR: Herr Dr. Bach, im vergangenen Jahr hat sich die ehemalige Lion bioscience AG von ihrem Bioinformatik-Geschäft getrennt. Was waren die Beweggründe dafür sowie für die spätere Übernahme der Axaron Bioscience AG und die Umfirmierung zur Sygnis AG?

DR. ALFRED BACH: Mit dem Erwerb der Sygnis Bioscience GmbH & Co. KG, sprich dem operativen Geschäft der Axaron Bioscience AG, wurde die schon 2004 begonnene Neuausrichtung erfolgreich abgeschlossen. In Sygnis wurden die Assets beider Unternehmen zusammengebracht, mit dem Ziel einen Pharmaspezialisten für Erkrankungen des Zentralen Nervensystems (ZNS) zu formen. Heute, ein Jahr nach der Transaktion, sind wir ein Unternehmen, das für die Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen gut aufgestellt ist. Wir verfügen über eine vielversprechende Produktpipeline, die wir kontinuierlich erweitern sowie eine solide Finanzbasis.

Vor Kurzem haben Sie die Testergebnisse der Phase-IIa-Studie mit dem Produktkandidaten AX200 veröffentlicht. Wann rechnen Sie mit dem Beginn der Phase-IIb-Studie?

Derzeit werten wir die umfangreichen und qualitativ hochwertigen Daten der AXIS-Studie aus, um daraus weitere Erkenntnisse für das Design der anschließenden Studie zu erlangen. Wir rechnen mit dem Beginn der weiterführenden Studie Mitte 2008.

Wie schätzen Sie das Marktpotenzial ein?

ZNS-Medikamente stellen nach Herz- Kreislauf-Therapeutika weltweit den zweitgrößten Markt bei Arzneimitteln dar. Aufgrund der demografischen Entwicklung in den Industrienationen ist mit einer stetigen Zunahme insbesondere von neurodegenerativen Erkrankungen zu rechnen. AX200 hat Blockbuster- Potenzial. Mit einer Marktzulassung ist realistischerweise nicht vor 2012 zu rechnen. Allerdings könnten im Zuge einer Auslizenzierung dem Unternehmen bereits wesentlich früher signifikante Erlöse zufließen.

Welche Konkurrenzprodukte gibt es bereits am Markt und was sind die Vorteile von AX200?

Bisher gibt es weltweit mit t-PA erst ein zugelassenes Medikament in der Indikation Schlaganfall. Aufgrund von Anwendungsbeschränkungen kann es aber lediglich drei Prozent der Schlaganfallpatienten verabreicht werden. AX200 geht darüber hinaus: Es stoppt den Zelltod und stimuliert die Regeneration des bereits geschädigten ZNS. Aufgrund dieser Wirkweise und der guten Verträglichkeit kann es voraussichtlich in einem weit größeren Zeitfenster und somit einer größeren Patientenzahl verabreicht werden.

Wie lauten Ihre Gewinn- und Umsatzziele für das laufende Geschäftsjahr? Wann ist mit schwarzen Zahlen zu rechnen?

Im Geschäftsjahr 2007/08 ist mit einem Verlust in Höhe von rund elf Millionen Euro zu rechnen. Wir werden unsere Investitionen in unsere Forschungsund Entwicklungsaktivitäten weiter verstärken. Sollten wir AX200 auslizenzieren, wäre dies mit Sicherheit ein Riesenschritt hin zum Break-even.

Langfristig top

Bei Sygnis ist schon bald mit interessantem Newsflow zu rechnen. Dies könnte die Aktie aus ihrem Dornröschenschlaf wecken. Das aktuelle Niveau stellt für langfristige Investoren eine attraktive Einstiegschance dar.

Kursziel bei Sygnis: 4,00 Euro. Stopp: 1,55 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 37/2007.

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