Ariston Real Estate
- DER AKTIONÄR

"15 Euro erreichbar"

Mit der Ariston Real Estate AG feiert am 14. Februar eine weitere, auf Gewerbeimmobilien spezialisierte Immobilienholding ihr Börsendebüt. Die im Rahmen des IPOs durchgeführte Kapitalerhöhung bescherte der Münchener Gesellschaft einen Bruttozufluss von 22,5 Millionen Euro. DER AKTIONÄR hat Firmenchef und Großaktionär Hans-Dieter Lorenz auf den Zahn gefühlt.

Die Aktien der in der vergangenen Woche vorgestellten Ariston Real Estate AG wurden zu 7,50 Euro zugeteilt. Ein verlockendes Niveau für Investoren.

Mit der Ariston Real Estate AG feiert am 14. Februar eine weitere, auf Gewerbeimmobilien spezialisierte Immobilienholding ihr Börsendebüt. Die im Rahmen des IPOs durchgeführte Kapitalerhöhung bescherte der Münchener Gesellschaft einen Bruttozufluss von 22,5 Millionen Euro. DER AKTIONÄR hat Firmenchef und Großaktionär Hans-Dieter Lorenz auf den Zahn gefühlt.

DER AKTIONÄR: Herr Lorenz, wie unterscheidet sich Ihr Geschäftsmodell von anderen börsennotierten Immobiliengesellschaften?

HANS-DIETER LORENZ: Im Gegensatz zu vielen unserer Wettbewerber erreichen wir mit unserem Geschäftsmodell eine Vermietungsquote von 100 Prozent. Unser Fokus liegt auf Gewerbeimmobilien in verschiedenen deutschen Ballungsgebieten mit einem Investitionsvolumen zwischen fünf und 25 Millionen Euro. Dabei haben wir überaus bonitätsstarke Mieter, wie zum Beispiel das Bundesinnenministerium in Bonn, Deutsche Rentenversicherung oder British American Tobacco, mit langfristigen Mietverträgen. Unser Geschäftsmodell ist ferner risikoarm, denn wir betreiben kein Immobilien-Developement und haben keine problembehafteten Immobilien im Portfolio. Deshalb ermöglicht unser Geschäftsmodell nachhaltige Cashflows und damit attraktive Dividenden. Neue Immobilien erwerben wir unter anderem über Share-Deals und können dadurch steuer- und renditeoptimiert investieren.

Sie geben den Wert Ihrer Gewerbeimmobilien, die auf fünf Standorten konzentriert sind, mit 77 Millionen Euro an, die vermietbare Fläche beträgt knapp 105.000 Quadratmeter. Sehen Sie in dieser Struktur nicht zu viele Klumpenrisiken?

Nein, denn wir haben ja mit unseren diversen Mietern langfristige Mietverträge. Mit unserem Fokus auf ganz Deutschland erreichen wir erstens eine regionale Ausgeglichenheit und zweitens sind wir innerhalb des Gewerbeimmobiliensektors zusätzlich diversifiziert. Dadurch haben wir ein hochprofitables Geschäftsmodell und können durch unser sehr gutes Netzwerk attraktive Marktchancen wahrnehmen.

Inwiefern kann sich Ariston gegenüber ausländischen Investoren behaupten?

Das starke Engagement der Angelsachsen hat vor allem eine Belebung des Gewerbeimmobilienmarktes in Deutschland bewirkt. Die ausländischen Investoren bewegen sich aber in einem anderen Marktbereich mit Investitionsvolumina von deutlich über 25 Millionen Euro. Unsere Nische mit Investitionsvolumina von fünf bis 25 Millionen Euro bleibt hiervon eher unberührt. Außerdem profitieren wir von unserem hervorragenden Netzwerk, unseren langjährigen Marktkenntnissen sowie einer schlanken Organisationsstruktur.

Ariston überzeugt mit einer Eigenkapitalrendite von 19 Prozent sowie einer Vorsteuermarge von knapp 40 Prozent. Können Sie diese Werte im Rahmen der geplanten Expansion auf diesem hohen Niveau halten?

Wir wollen unser Wachstum stark vorantreiben und durch den Ausbau unseres hochrentablen Immobilienportfolios weiterhin nachhaltige Cashflows erzielen. Independent Research schätzt für das laufende Jahr eine Ergebnis je Aktie von 92 Cent, bei einer Vorsteuermarge von knapp 40 Prozent und einer Eigenkapitalrendite von mindestens 15 bis 19 Prozent. Wir glauben, dass dies Werte sind, die sich sehen lassen können.

Wie haben Sie das Risiko steigender Fremdkapitalzinsen abgefedert?

Grundsätzlich sichern wir uns gegen dieses Risiko optimal durch Zins-Swaps und durch langfristige Kreditverträge ab. Das heißt kurz- und mittelfristig werden eventuell steigende Fremdkapitalzinsen keine Auswirkungen auf unser Geschäft haben.

Wo sehen Sie ein realistisches Kursziel für die Ariston-Aktie?

Die Analysten von Independent Research haben in ihrer Studie einen fairen Wert von knapp 15 Euro je Aktie ermittelt, unter der Annahme, dass der Jahresüberschuss 2007 bei rund 8,5 Millionen Euro liegen wird. Dies sollte mittelfristig ein erreichbares Kursziel sein.

Frühzeitig positionieren

Anleger, die der Zeichnungsempfehlung des AKTIONÄRS gefolgt sind, dürfen sich freuen. Mit einem Emissionspreis von 7,50 Euro sind sie günstiger als erwartet zum Zuge gekommen. Die moderate Bewertung mit einem 2007er-KGV von 8 sowie eine stattliche Dividendenrendite von acht Prozent eröffnet der Ariston-Aktie mittelfristig deutliches Kurspotenzial. Kaufen bis neun Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 08/2007.

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